Oracle Aktie: TikTok-Deal besiegelt
Aufatmen bei Oracle-Aktionären: Nur Stunden vor Ablauf der gesetzlichen Frist konnte der Technologiekonzern die entscheidende Partnerschaft für das US-Geschäft von TikTok finalisieren. Während heute zusätzlich eine Milliarden-Dividende ausgeschüttet wird, stellt sich nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Wochen die Frage: Reichen diese Nachrichten für eine nachhaltige Bodenbildung?
Strategischer Sieg in der Cloud
Der wichtigste Treiber für die aktuelle Aufmerksamkeit ist der erfolgreiche Abschluss der TikTok-Verhandlungen. Durch die Gründung der neuen US-Einheit „TikTok USDS“ wird ein Verbot der App in den Vereinigten Staaten abgewendet. An dem Joint Venture halten Oracle, Silver Lake und MGX gemeinsam 50 Prozent, wobei Oracle selbst einen Anteil von rund 15 Prozent übernimmt.
Für Investoren ist jedoch weniger die reine Beteiligung entscheidend, sondern der operative Aspekt: Oracle übernimmt offiziell das Management der Datenspeicherung und Cloud-Infrastruktur für die über 200 Millionen US-Nutzer der Plattform. Da der Algorithmus nun auf Oracle-Servern unter Verwendung von US-Daten neu trainiert wird, festigt der Konzern seine Rolle als „Trusted Technology Partner“. Dies stärkt direkt den Investment-Case für die Oracle Cloud Infrastructure (OCI), die im harten Wettbewerb mit Amazon und Microsoft steht.
Dividende trotz hoher Ausgaben
Parallel zur strategischen Expansion fließen heute Gelder an die Anteilseigner zurück. Der heutige Freitag markiert den Zahltag für die Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie, was einer Gesamtsumme von rund 1,4 Milliarden US-Dollar entspricht.
Bemerkenswert ist diese Ausschüttung vor dem Hintergrund der aggressiven Ausgabenpolitik des Konzerns. Um den massiven Ausbau der KI-Cloud-Kapazitäten zu finanzieren, projiziert Oracle einen Cash-Burn von fast 23 Milliarden US-Dollar für das laufende Geschäftsjahr. Da Aktienrückkäufe im Vergleich zu den Vorjahren drastisch zurückgefahren wurden, bleibt die Dividende aktuell das primäre Instrument für direkte Rückflüsse an die Aktionäre.
Analysten optimistisch, Rechtsstreitigkeiten belasten
Trotz der positiven Nachrichtenlage steht die Aktie charttechnisch unter Druck. Mit einem aktuellen Kurs von rund 166 Euro notiert das Papier gut 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Finanzinstitute sehen in dieser Korrektur jedoch eine Chance. Analysten von Guggenheim bezeichnen Oracle weiterhin als „Best Idea“ und rufen ein Kursziel von 400 US-Dollar aus, was sie mit dem Status als „Aktie des Jahrzehnts“ begründen. Auch der breitere Marktkonsens sieht mit einem durchschnittlichen Ziel von etwa 303 US-Dollar deutliches Aufwärtspotenzial.
Gegenwind kommt hingegen von der juristischen Seite. Sammelklagen werfen dem Management unzureichende Transparenz bezüglich der Verschuldung für die KI-Infrastruktur vor. Im Fokus steht dabei ein kontroverser Anleiheplan über 38 Milliarden US-Dollar. Der Markt wägt derzeit den konkreten Erfolg des TikTok-Vertrags gegen die langfristigen Kosten des KI-Ausbaus und die juristischen Störfeuer ab.
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