Oracle Aktie: KI-Traum auf dem Prüfstand
Heute Abend legt Oracle seine Quartalszahlen vor, und die Ausgangslage könnte kaum widersprüchlicher sein. Auf der einen Seite steht ein gigantischer Auftragsbestand von über 500 Milliarden US-Dollar durch den KI-Boom. Auf der anderen Seite kämpft der Softwarekonzern mit explodierenden Baukosten, massiven Schulden und drohenden Entlassungswellen.
Gigantischer Auftragsbestand trifft auf Kostenexplosion
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Oracles aggressive Expansion im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zuletzt meldete das Unternehmen ausstehende Leistungsverpflichtungen (RPO) in Höhe von beeindruckenden 523 Milliarden US-Dollar – ein Plus von über 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber dieser Entwicklung sind gigantische Rechenzentrumsprojekte wie das "Stargate"-Programm, für die Schwergewichte wie OpenAI, Meta und Nvidia enorme Kapazitäten zugesagt haben.
Doch dieses rasante Wachstum fordert einen extrem hohen Preis. Um die benötigte Energie- und Serverinfrastruktur bereitzustellen, sah sich das Management gezwungen, die geplanten Investitionsausgaben für das laufende Geschäftsjahr auf rund 50 Milliarden US-Dollar anzuheben. Die unmittelbaren Folgen zeigten sich bereits im vergangenen Quartal durch einen massiv negativen freien Cashflow von rund 10 Milliarden US-Dollar. Um die schwindende Liquidität zu schonen, plant Oracle nun den weltweiten Abbau von Tausenden von Arbeitsplätzen sowie die Ausgabe neuer Anleihen und Aktien im zweistelligen Milliardenbereich.
Schattenseiten belasten den Kurs
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Zusätzlich zur angespannten Bilanz trüben juristische Auseinandersetzungen das Bild. Mehrere Aktionärs- und Anleihegläubigergruppen haben Sammelklagen eingereicht. Sie werfen dem Management vor, den massiven Kapitalbedarf für die KI-Infrastruktur im Vorfeld verschleiert zu haben, während kurzfristige Umsatzsprünge ausblieben.
Dieser Mix aus immenser Schuldenlast, Kostenexplosionen und rechtlichen Risiken hat das Vertrauen der Investoren schwer erschüttert. Nach dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs im vergangenen September ist der Titel massiv unter Druck geraten, hat über 53 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell nur noch bei rund 130 Euro.
Vorgaben für den heutigen Abend
Wenn heute nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal veröffentlicht werden, reicht ein bloßer Verweis auf volle Auftragsbücher nicht mehr aus. Der Markt erwartet konkrete Belege dafür, dass sich das anvisierte Cloud-Wachstum von rund 40 Prozent nun auch in kurzfristig realisierbaren Umsätzen niederschlägt. Entscheidend für die Kursreaktion wird zudem sein, ob das Management einen glaubhaften und detaillierten Zeitplan vorlegen kann, wie und wann Oracle bei diesen enormen Vorabinvestitionen auf den Pfad eines positiven freien Cashflows zurückkehren wird.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








