Der weltgrößte Chemiekonzern baut sich tiefgreifend um. Während Milliarden in den Rückkauf eigener Papiere fließen, dämpft das Management die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr deutlich. Kann die strikte Kostendisziplin die schwache Nachfrage und die geopolitischen Risiken ausgleichen?

Prognose verfehlt Erwartungen

Für das Jahr 2026 rechnet die BASF-Führung mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt damit spürbar unter den Schätzungen der Analysten, die im Vorfeld mit rund 7,0 Milliarden Euro kalkuliert hatten. Vorstandschef Markus Kamieth geht kurzfristig weder von einer konjunkturellen Belebung noch von einer Entspannung der geopolitischen Lage aus.

Besonders in den USA und Europa rechnet der Konzern mit einer rückläufigen Chemieproduktion. Zusätzliche Belastungen drohen durch veränderte US-Handelspolitiken und einen schwachen US-Dollar, der das Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro schmälern könnte. Lediglich das Asiengeschäft bietet durch eine solide chinesische Exportnachfrage einen gewissen Rückhalt.

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Radikaler Umbau und Stellenabbau

Um diesem makroökonomischen Druck standzuhalten, verschärft der Konzern sein Sparprogramm. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten nun um 2,3 Milliarden Euro sinken. Dafür streicht das Unternehmen weitere Stellen in Verwaltung und IT und verlagert Funktionen kosteneffizient nach Indien und Malaysia. Gleichzeitig treibt BASF den Portfolioumbau voran: Der Verkauf der Lacksparte an den Finanzinvestor Carlyle soll im zweiten Quartal über die Bühne gehen, und die Sachinvestitionen werden bis 2029 um 20 Prozent gekürzt.

Die Börse quittiert den herausfordernden Übergangsprozess mit Zurückhaltung. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 45,78 Euro notiert der Titel leicht unter seiner 50-Tage-Linie und verzeichnet auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von knapp sechs Prozent.

Dividende und Rückkäufe stützen

Trotz der trüben operativen Aussichten fließen weiterhin Milliarden an die Aktionäre. Allein in der ersten Märzwoche erwarb BASF im Rahmen des laufenden Programms über 3,5 Millionen eigene Papiere zurück. Zudem soll die Dividende stabil bei 2,25 Euro je Aktie bleiben, wofür der Ex-Dividenden-Tag auf den 4. Mai 2026 terminiert ist.

Um diese Ausschüttungen künftig wieder vollständig aus eigener Kraft finanzieren zu können, muss das Management nun liefern. Die finanzielle Stabilität im laufenden Jahr hängt maßgeblich davon ab, dass der Free Cashflow den anvisierten Zielkorridor von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro erreicht und das ehrgeizige Einsparziel von 2,3 Milliarden Euro bis Ende Dezember strikt umgesetzt wird.

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