Canopy Growth steht vor einem potenziell entscheidenden Quartal: Die Übernahme von MTL Cannabis Corp. steht kurz vor dem Abschluss, während die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass der Weg zur Profitabilität noch weit ist. Umsatz stagniert, Verluste bleiben hoch – und die Aktie notiert 99 % unter ihrem Allzeithoch.

MTL-Übernahme mit überwältigender Zustimmung

Am 17. Februar stimmten die MTL-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Übernahme ab. Das Ergebnis war eindeutig: 99,97 % der abgegebenen Stimmen votierten für die Transaktion, bei einer Beteiligung von rund 89 % der Aktionäre. Der Abschluss soll noch im laufenden Quartal erfolgen.

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Canopy Growth begründet die Akquisition strategisch mit dem Ziel, Kanadas führende Plattform im medizinischen Cannabis-Segment aufzubauen. MTL bringt dabei substanzielle Kennzahlen mit: Im Zwölfmonatszeitraum bis Ende September 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 84 Millionen kanadischen Dollar, eine Bruttomarge von 51 % vor Fair-Value-Anpassungen sowie einen operativen Cashflow von 11 Millionen kanadischen Dollar. Zusätzlich erwartet Canopy Growth durch die Integration jährliche Kosteneinsparungen von rund 10 Millionen kanadischen Dollar – realisierbar innerhalb von 18 Monaten.

Quartalszahlen: Stabilisierung, aber keine Trendwende

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) erzielte Canopy Growth einen Nettoumsatz von 74,5 Millionen kanadischen Dollar – nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Innerhalb dieses Rahmens zeigten einzelne Segmente durchaus Dynamik: Der Umsatz mit Freizeitcannabis in Kanada stieg um 8 %, der medizinische Bereich legte sogar um 15 % zu, getrieben durch mehr Kassenpatienten und höhere Bestellvolumen. Die Gerätemarke Storz & Bickel profitierte von saisonaler Nachfrage; der VEAZY-Vaporizer entwickelte sich zum meistverkauften Gerät der Unternehmensgeschichte.

Die Margenentwicklung bleibt jedoch problematisch. Die konsolidierte Bruttomarge sank von 32 % auf 29 %, die Cannabis-Bruttomarge fiel auf 25 %. Der internationale Cannabis-Umsatz brach um 31 % ein – ausgerechnet in einem Segment, das eigentlich höhere Margen liefern sollte. Der bereinigte EBITDA-Verlust verbesserte sich um 17 % auf 3 Millionen kanadische Dollar, was das dritte Quartal in Folge mit einer Verbesserung darstellt.

Auf Jahresbasis summieren sich die Verluste auf 326,6 Millionen kanadische Dollar; der operative Cashburn lag bei 78,7 Millionen kanadischen Dollar. Der Verlust je Aktie sank jedoch deutlich von 1,11 auf 0,18 kanadische Dollar – ein Hinweis darauf, dass die Kostendisziplin greift.

Kostensenkung und schwieriges Marktumfeld

Seit März 2025 hat Canopy Growth annualisierte Einsparungen von 29 Millionen kanadischen Dollar realisiert. Bereinigt um Sondereffekte aus Akquisitionen und Veräußerungen sanken die Verwaltungskosten um 12 % gegenüber dem Vorjahr. Das Management peilt für das Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA an.

Der Aktienkurs spiegelt die schwierige Geschichte des Unternehmens wider: Vor fünf Jahren lag die Marktkapitalisierung noch bei rund 14 Milliarden US-Dollar, heute sind es weniger als 500 Millionen US-Dollar. Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit rund um die US-Regulierung: Eine Umstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III ist weiterhin nicht abgeschlossen und würde ohnehin keine bundesweite Legalisierung bedeuten.

Per 31. Dezember 2025 verfügte Canopy Growth über liquide Mittel von 371 Millionen kanadischen Dollar bei einer Nettocashposition von 146 Millionen kanadischen Dollar – genug Spielraum, um die Integration von MTL zu finanzieren. Ob die Übernahme tatsächlich den erhofften Wendepunkt markiert, wird sich spätestens mit den Zahlen zum vierten Quartal zeigen.

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