Der Softwaregigant Oracle legt heute Abend seine mit Spannung erwarteten Quartalszahlen vor. Während das Cloud-Geschäft zuletzt rasant wuchs, rücken nun zunehmend die Schattenseiten der aggressiven KI-Expansion in den Fokus. Mit Verbindlichkeiten von über 100 Milliarden US-Dollar und Rissen im prestigeträchtigen Stargate-Projekt wachsen die Zweifel an der kurzfristigen Finanzierbarkeit der Konzernstrategie.

Die Kosten der KI-Expansion

Um im Rennen um die Künstliche Intelligenz an der Spitze mitzuspielen, nimmt Oracle enorme Summen in die Hand. Die geplanten Investitionen für das laufende Geschäftsjahr wurden drastisch auf rund 50 Milliarden US-Dollar angehoben. Diese massive Expansion hat den Schuldenberg des Konzerns auf mittlerweile 108,1 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen.

Um dem drohenden Liquiditätsengpass entgegenzuwirken, plant das Management einen weitreichenden Stellenabbau. Durch die unternehmensweite Streichung von Arbeitsplätzen sollen laut Analysteneinschätzungen bis zu 10 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Erste Restrukturierungskosten im Rahmen dieses Plans belasten die Bilanz bereits spürbar.

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Rückschläge beim Stargate-Projekt

Neben der hohen Kostenlast trüben auch operative Hindernisse das Bild. Berichten zufolge wird die geplante Erweiterung des gigantischen "Stargate"-Rechenzentrums, das gemeinsam mit OpenAI entwickelt wird, vorerst nicht in vollem Umfang umgesetzt. Als Hauptgrund gelten gescheiterte Verhandlungen über die Finanzierungsbedingungen sowie unklare Bedarfsprognosen des KI-Partners.

Gleichzeitig ziehen sich mehrere US-Banken aus der Finanzierung der Rechenzentren zurück. Marktbeobachter werten dies als Signal dafür, dass bei Kreditgebern die Bedenken wachsen. Es steht die Frage im Raum: Kann Oracle die enormen Kredite angesichts der kontinuierlich steigenden Infrastrukturkosten auf Dauer bedienen?

Auftragsbücher vs. Kursentwicklung

Trotz dieser erheblichen Gegenwinde kann Oracle auf gut gefüllte Auftragsbücher verweisen. Im vergangenen Quartal kletterte der reine Cloud-Umsatz um 33 Prozent auf 8 Milliarden US-Dollar. Die vertraglich zugesicherten zukünftigen Einnahmen stiegen dank großer Deals mit Unternehmen wie Meta und Nvidia massiv an. Am Aktienmarkt überwiegt dennoch die Skepsis: Vor den heutigen Zahlen notiert der Titel bei 132,20 Euro zwar leicht im Plus, hat seit Jahresbeginn jedoch bereits gut 20 Prozent an Wert verloren und notiert mehr als 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Ausblick auf die heutigen Zahlen

Wenn Oracle heute nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2026 präsentiert, erwarten Beobachter ein Umsatzwachstum auf rund 17 Milliarden US-Dollar. Im Fokus der Investoren stehen jedoch weniger die reinen Wachstumsraten. Ausschlaggebend für die weitere Kursentwicklung werden konkrete Details zum offiziellen Status des Stellenabbaus, der Bewältigung der erdrückenden Schuldenlast und der weiteren Finanzierung der kritischen KI-Infrastrukturprojekte sein.

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