DAX: Ölschock trifft Märkte
Der Iran-Konflikt hat eine neue Dimension erreicht. Angriffe auf Energieinfrastruktur im Nahen Osten — darunter das South-Pars-Gasfeld — treiben den Ölpreis auf rund 115 Dollar je Barrel. Für den DAX bedeutet das heute einen harten Handelstag.
Der deutsche Leitindex fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mai 2025 und notierte am Mittag bei rund 22.945 Punkten — ein Minus von 2,4 Prozent. Auch der MDAX verlor 2,7 Prozent auf 28.722 Punkte. Die Verluste ziehen sich quer durch nahezu alle Sektoren.
Inflation im Rückspiegel — Notenbanken unter Druck
Das eigentliche Problem ist nicht der Kursrückgang allein, sondern was dahinter steckt. Steigende Energiepreise befeuern die Inflationserwartungen, und die Notenbanken können kaum gegensteuern. Fed-Chef Powell signalisierte nach der gestrigen Zinssitzung zwar leichte Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung — doch gleichzeitig machte er klar: Ohne weitere Entspannung gibt es keine Zinssenkungen. Zu groß seien die Unsicherheiten durch den Nahostkonflikt und die US-Handelspolitik.
Heute steht die EZB im Fokus. Zinsbewegungen erwartet kaum jemand, doch die begleitenden Worte zu Inflation und Konjunkturrisiken dürften die Märkte kurzfristig merklich bewegen. Steigende Anleiherenditen sind für viele Branchen — besonders Immobilien — ohnehin schon Gift.
Vonovia unter Druck, United Internet glänzt
Das spürt Vonovia heute besonders schmerzhaft. Trotz gestiegener Mieteinnahmen und einem deutlichen Swing zurück in die Gewinnzone — nach einem Nettoverlust 2024 schrieb der Konzern 2025 einen Nettogewinn von 3,7 Milliarden Euro — gibt die Aktie rund 8,6 Prozent nach. Analysten verweisen auf die steigenden Anleiherenditen, die das gesamte Immobiliensegment belasten.
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Auf der Gegenseite sorgen United Internet und seine Tochter IONOS für einen lichten Moment im trüben Handelstag. Nach als beruhigend eingestuften Quartalszahlen sprangen IONOS-Aktien um über 14 Prozent nach oben, United Internet legte rund 6 Prozent zu.
Weniger erfreulich läuft es für Lanxess: Die Aktie verlor knapp 10 Prozent und bildete das Schlusslicht im MDAX. Schwacher Barmittelzufluss, höhere Nettoverschuldung und Jahresziele für 2026 unterhalb der Analystenerwartungen — das Bild, das der Chemiekonzern heute zeichnet, überzeugt die Märkte nicht.
Stimmung: Gewöhnung an die Krise
Was das Sentiment angeht, zeigt sich ein bemerkenswertes Bild. Laut jüngster Erhebung der Deutschen Börse bleibt der Bullenanteil unter institutionellen Anlegern mit 54 Prozent zwar noch auf vergleichsweise hohem Niveau — ist aber spürbar gesunken. Sentiment-Analysten sehen ab 24.450 bis 24.500 DAX-Punkten Verkaufsdruck und erst um 23.200 Punkte potenzielle Stützungskäufe.
In den USA ist die Stimmung deutlich gedrückter: Laut AAII-Umfrage bezeichnen sich 52 Prozent der amerikanischen Privatanleger als Bären — ein sprunghafter Anstieg gegenüber der Vorwoche. Krieg und Krise mögen zur Gewohnheit geworden sein. Anlass zur Entwarnung liefert das aber nicht.
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