Nebius Aktie: Investoreninformationen abgerufen
479% Umsatzwachstum im Jahr 2025, ein Jahresumsatz von 529,8 Millionen Dollar und erstmals positives EBITDA — Nebius hat in kurzer Zeit bewiesen, dass es im KI-Infrastrukturmarkt mitspielt. Die Kehrseite: Das Unternehmen verbrennt Kapital in einem Tempo, das selbst optimistische Anleger aufhorchen lässt.
Eindrucksvolle Zahlen, strukturelle Spannung
Das vierte Quartal 2025 brachte allein 227,7 Millionen Dollar Umsatz — ein Plus von 547% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der annualisierte wiederkehrende Umsatz schloss das Jahr bei 1,25 Milliarden Dollar und übertraf damit die eigene Prognose von 900 Millionen bis 1,1 Milliarden Dollar deutlich. Für ein Unternehmen, das erst 2025 sein erstes vollständiges Betriebsjahr absolvierte, sind das außergewöhnliche Kennzahlen.
Im vierten Quartal erzielte Nebius zudem ein positives bereinigtes Gruppen-EBITDA von 15 Millionen Dollar bei Bruttomargen von rund 70%. Der operative Cashflow aus dem laufenden Betrieb drehte auf plus 401,9 Millionen Dollar, und der Nettoverlust aus dem Vorjahr von 352 Millionen Dollar verwandelte sich in einen Gewinn von 29 Millionen Dollar.
Allerdings: Den positiven Betriebscashflows von 385 Millionen Dollar standen Investitionsausgaben von 4,1 Milliarden Dollar gegenüber. Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar — mehr als das Vierfache des Vorjahresniveaus. Der operative Verlust weitete sich 2025 auf 596 Millionen Dollar aus, ein Anstieg von 49% gegenüber dem Vorjahr.
Missouri, Vera Rubin und die Finanzierungsfrage
Um diese Ambitionen zu untermauern, sicherte sich Nebius die Genehmigung des Stadtrats von Independence, Missouri, für den Bau seines bislang größten US-Campus: 400 Acres, bis zu 1,2 Gigawatt Kapazität, Baubeginn bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026. Rund 1.200 Bauarbeitsplätze und 130 dauerhafte Stellen sollen entstehen.
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Auf der Hardware-Seite plant Nebius, ab der zweiten Jahreshälfte 2026 den Nvidia Vera Rubin NVL72 in seine Cloud-Infrastruktur zu integrieren — eine Plattform, die auf besonders rechenintensive KI-Workloads wie agentische KI und große Mixture-of-Experts-Modelle ausgelegt ist.
Die Finanzierung dieser Expansion sorgte zuletzt für Unruhe. Am 17. März kündigte Nebius die Ausgabe von Wandelanleihen im Volumen von 3,75 Milliarden Dollar an — aufgeteilt in zwei Tranchen mit Laufzeiten bis 2031 und darüber hinaus. Die Aktie verlor daraufhin mehr als 10%. Das Unbehagen der Anleger ist nachvollziehbar: Wandelanleihen können vor Fälligkeit in Aktien umgewandelt werden, was das Verwässerungsrisiko erhöht.
Konzentration auf wenige Großkunden
Nebius gibt an, dass die Nachfrage nach KI-Rechenkapazität das Angebot weiterhin übersteigt — eine Einschätzung, die Goldman Sachs bis zum Ende des Jahrzehnts bestätigt. Das erlaubt es dem Unternehmen, künftige Kapazitäten bereits heute zu vermarkten. Meta und Microsoft machen einen erheblichen Teil des Auftragsbestands aus; der Ausfall eines dieser Großkunden wäre entsprechend folgenreich.
Für 2026 peilt das Management einen wiederkehrenden Jahresumsatz zwischen 7 und 9 Milliarden Dollar an — bei über 3 Gigawatt vertraglich gesicherter Leistung. Die Lieferungen aus dem Meta-Deal beginnen erst Anfang 2027, sodass der Markt derzeit künftige Skalierung einpreist, nicht kurzfristige Erträge. Ob Missouri, Vera Rubin und die laufenden Kapazitätserweiterungen im Zeitplan bleiben, wird darüber entscheiden, ob Nebius die nächste Kapitalrunde aus einer Position der Stärke heraus angehen kann.
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