Microsoft und CrowdStrike ziehen ihre Cybersecurity-Allianz enger – und machen die Falcon-Plattform ab sofort direkt über den Microsoft Marketplace verfügbar. Der Clou: Unternehmen können dafür bestehende Azure-Budgetzusagen nutzen. Das klingt nach einem Detail, hat aber einen handfesten Effekt auf Einkaufsprozesse und IT-Budgets.

Einkauf wird zum Hebel

Kern der Erweiterung ist die sogenannte Azure Consumption Commitment: Viele Großkunden haben feste Ausgaben-Zusagen für Azure, die sie über die Zeit „verbrauchen“ müssen. Künftig lässt sich dieses Budget auch für CrowdStrikes KI-native Sicherheitsplattform einsetzen – inklusive Schutz für Endgeräte, Cloud-Workloads, Identitäten und Daten.

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Microsofts Commercial-Chef Judson Althoff bringt die Stoßrichtung in der Mitteilung klar auf den Punkt: Sicherheit sei das Fundament für die „AI Transformation“. Die neue Abrechnungsmöglichkeit soll Kunden finanziell flexibler machen und gleichzeitig eine strengere Sicherheitsarchitektur erleichtern.

Was Kunden konkret davon haben

In der gemeinsamen Pressemitteilung nennen die Partner drei zentrale Vorteile:

  • schnellere Einführung, weil die Beschaffung über den Marketplace vereinfacht wird
  • effizientere Cloud-Ausgaben, da vorhandene Azure-Zusagen für Security genutzt werden können
  • weniger operativer Aufwand durch gebündelte Bestellung und Abrechnung

Wichtig dabei: Die Falcon-Plattform ist laut Mitteilung sofort im Microsoft Marketplace verfügbar – inklusive voller Anrechenbarkeit auf die Azure Consumption Commitment.

Warum Cloud-Marktplätze immer wichtiger werden

Aus Branchensicht passt der Schritt in einen größeren Trend. Canalys-Analyst Jay McBain verweist darauf, dass Cloud-Marktplätze zunehmend zum zentralen Vertriebsweg für Unternehmenssoftware werden. Sie vereinfachen den Einkauf und ermöglichen es Partnern, gemeinsame Vertriebsmodelle („co-sell“) in großem Maßstab umzusetzen.

CrowdStrike-CEO George Kurtz betont vor allem das Praktische: Weniger Reibung im Procurement und ein besserer Hebel auf bereits geplante Cloud-Investitionen – mit dem Ziel, Sicherheitsvorfälle zu verhindern. CrowdStrikes Business-Chef Daniel Bernard argumentiert ähnlich und sagt, Kunden wollten „die Dollars“ und den Tech-Stack nutzen, den sie ohnehin gewählt haben – und genau das sei zuvor beim Azure Marketplace so nicht möglich gewesen.

Marktumfeld: Microsoft treibt Azure-Ökosystem

Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft seine Cloud-Partnerschaften weiter ausbaut. In den Ende Januar veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 überschritt der Microsoft-Cloud-Umsatz laut Investor-Relations-Unterlagen die Marke von 50 Milliarden US-Dollar im Quartal; Azure und andere Cloud-Services wuchsen demnach um 39% gegenüber Vorjahr.

Strategisch unterstreicht die Kooperation, dass Microsoft im Azure-Umfeld auf ein breites Partner-Ökosystem setzt, statt in jedem Sicherheitssegment alles selbst abzudecken. Für Großkunden ist das attraktiv: Sie können bei der Wahl der Security-Anbieter flexibel bleiben – und trotzdem innerhalb ihres Azure-Ausgabenrahmens einkaufen.

Beim Kurs zeigt sich derweil wenig Bewegung: Die Aktie notiert heute bei 400,29 US-Dollar und liegt damit im Monatsvergleich deutlich schwächer (-11,63%).

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