Oracle Aktie: Doppelschlag im Cloud-Geschäft
Der Softwarekonzern Oracle drückt beim Ausbau seiner Infrastruktur aufs Tempo. Während in Nashville die physischen Weichen für ein neues Hauptquartier gestellt werden, sichert sich das Unternehmen zeitgleich eine wichtige strategische Partnerschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz. Diese zweigleisige Expansion soll die stark wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten bedienen.
Physische Präsenz wächst
Um dem Bedarf an Rechenleistung und neuen Entwicklungen gerecht zu werden, vergrößert Oracle seine räumlichen Kapazitäten erheblich. In Nashville hat der Konzern kürzlich neue Büroflächen angemietet, wodurch die Kapazität in der Stadt auf etwa 2.000 Arbeitsplätze steigt. Dieser Schritt dient als Brücke bis zur Fertigstellung des geplanten globalen Hauptsitzes am Cumberland River. Gesucht wird für die neuen Standorte vor allem Personal für Softwareentwicklung, Produktmanagement und Cloud-Engineering.
Strategische KI-Partnerschaft
Parallel zum Immobilienausbau treibt Oracle die Auslastung seiner digitalen Infrastruktur voran. Eine neue, mehrjährige Vereinbarung mit Veritone sieht vor, dass dessen zentrale KI-Lösungen auf die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) migriert werden. OCI wird damit zum bevorzugten Cloud-Anbieter für die Enterprise-KI-Operationen des Partners. Die Zusammenarbeit zielt insbesondere auf Medienunternehmen, US-Regierungsbehörden und die Aufbereitung unstrukturierter Daten für das Training fortschrittlicher KI-Modelle ab.
Starke Zahlen treffen auf schwachen Kurs
Fundamental läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal übertraf Oracle mit einem Gesamtumsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar und einem massiven Wachstum im Cloud-Segment von 44 Prozent die Erwartungen der Analysten deutlich. An der Börse spiegelt sich diese Stärke derzeit allerdings nicht wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 121,00 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn einen Rückgang von 27,54 Prozent. Verantwortlich für diese Diskrepanz sind neben dem allgemeinen Druck auf den Technologiesektor auch Sorgen der Marktbeobachter über die hohe finanzielle Belastung durch den rasanten Rechenzentrumsausbau sowie die Abhängigkeit von wenigen Großkunden im KI-Bereich.
Für die kommenden Monate stehen für Investoren nun konkrete Termine und Prognosen im Kalender, welche die weitere finanzielle Entwicklung des Konzerns abstecken:
- 24. April 2026: Auszahlung der Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie.
- Mitte Juni 2026: Erwartete Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal.
- Q4-Prognose: Oracle peilt ein Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent sowie einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 US-Dollar an.
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