Oracle drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo und nimmt dafür kurzfristige finanzielle Einbußen in Kauf. Während das Unternehmen Milliarden in neue Rechenzentren pumpt, klettert der Auftragsbestand auf historische Höchststände. Diese aggressive Expansionsstrategie ruft nun auch die Wall Street auf den Plan und sorgt für frischen Optimismus bei Analysten.

Neue KI-Werkzeuge für den Alltag

Am Dienstag präsentierte der Softwarekonzern mit den „Fusion Agentic Applications“ ein Paket aus 22 neuen Diensten. Diese spezialisierten KI-Agenten sollen Routineaufgaben in Bereichen wie Personalwesen, Finanzen und Lieferketten automatisieren. Parallel dazu startete die „Oracle AI Database 26ai“, die es Unternehmen ermöglicht, eigene KI-Anwendungen auf Basis von Echtzeitdaten zu skalieren. Branchenbeobachter werten es positiv, dass Oracle sich auf aufgabenspezifische Automatisierung konzentriert und den Menschen als Kontrollinstanz im Prozess belässt. Das mindert Haftungsrisiken und Bedenken hinsichtlich der Datengenauigkeit.

Auftragsbestand auf historischem Hoch

Diese technologische Offensive spiegelt sich deutlich in den Büchern wider. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Der eigentliche Treiber war jedoch die Cloud-Infrastruktur, deren Erlöse um 84 Prozent nach oben schossen.

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Diese Dynamik veranlasste die Bank of America in dieser Woche, die Bewertung der Papiere mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 200 US-Dollar wieder aufzunehmen. Analyst Tal Liani begründete den Schritt primär mit den verbleibenden Leistungsverpflichtungen. Der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 553 Milliarden US-Dollar – ein Zuwachs von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch massive langfristige Verträge für KI-Infrastruktur.

Hohe Kosten belasten den Cashflow

Um dieses rasante Wachstum zu stemmen, greift das Management tief in die Tasche. Die Investitionsausgaben sollen im laufenden Geschäftsjahr rund 50 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Folge: Oracle rechnet bis 2029 mit einem negativen freien Cashflow. Anleger reagierten auf diese hohen Ausgaben und die mögliche Disruption klassischer Softwaremodelle in den vergangenen Monaten nervös. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel, der am Mittwoch bei 126,42 Euro aus dem Handel ging, ein Minus von über 24 Prozent.

Aktuell wird das Papier mit dem etwa 20-fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Das Management hält trotz der hohen Vorlaufkosten an seinen Zielen fest und peilt für das Geschäftsjahr 2027 einen Gesamtumsatz von 90 Milliarden US-Dollar an, gestützt von einer Bruttomarge im KI-Bereich von 32 Prozent.

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