Oracle sichert sich einen Platz am wichtigsten Tisch in Washington. Gleich zwei Top-Manager des Softwarekonzerns ziehen in den neu gegründeten Technologie-Beraterstab von US-Präsident Trump ein. Während das Unternehmen seinen politischen Einfluss ausbaut und parallel Milliarden in neue Standorte investiert, blicken Anleger zunehmend besorgt auf die massiven Kosten für den KI-Ausbau.

Direkter Draht in die Politik

US-Präsident Trump hat den sogenannten "President's Council of Advisors on Science and Technology" (PCAST) ins Leben gerufen. Das Gremium soll das Weiße Haus bei Themen wie künstlicher Intelligenz, Chipentwicklung und nationaler Sicherheit beraten. Auffällig ist die starke Präsenz von Oracle. Neben Verwaltungsratschef Larry Ellison wurde auch Vize-Chefin Safra Catz in den Rat berufen. Konkurrenten wie Microsoft oder OpenAI-Chef Sam Altman fehlen in der Runde komplett. Der Fokus des Gremiums liegt stark auf Hardware und Cloud-Infrastruktur – exakt den Kernbereichen des Unternehmens.

Physische Expansion in Nashville

Parallel zum politischen Machtzuwachs treibt der Konzern sein physisches Wachstum voran. In Nashville hat Oracle einen neuen Mietvertrag über knapp 11.000 Quadratmeter Bürofläche unterzeichnet. Die Räumlichkeiten dienen als Brückenkopf für ein gewaltiges Bauprojekt. Am Ufer des Cumberland River entsteht für 4,5 Milliarden US-Dollar ein neuer Campus. Bis zum Jahr 2031 sollen dort 8.500 Mitarbeiter aus den Bereichen Cloud-Engineering, Softwareentwicklung und KI-Forschung arbeiten.

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Volle Auftragsbücher, hohe Kosten

Trotz dieser strategischen Fortschritte meiden viele Investoren derzeit den Titel. Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 27 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 121 Euro. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind die enormen Investitionskosten. Die Bank of America rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit Kapitalausgaben von rund 50 Milliarden US-Dollar. Das dürfte den freien Cashflow tief in den negativen Bereich drücken.

Auf der anderen Seite steht ein massiver Auftragsbestand. Die vertraglich zugesicherten künftigen Einnahmen (RPO) kletterten im letzten Quartal um 325 Prozent auf 553 Milliarden US-Dollar. Analyst Tal Liani von der Bank of America sieht das Unternehmen als Giganten, der voll auf KI-Infrastruktur und die Cloud setzt, und vergibt ein Kursziel von 200 US-Dollar.

Aktionäre erhalten als kurzfristigen Ausgleich für die aktuelle Kursschwäche im April eine Gewinnausschüttung. Die relevanten Eckdaten für das laufende Quartal stehen bereits fest:

  • Dividende: 0,50 US-Dollar je Aktie
  • Stichtag (Record Date): 9. April 2026
  • Auszahlungstag: 24. April 2026

Damit positioniert sich Oracle an der lukrativen Schnittstelle zwischen staatlicher Technologiepolitik und rasantem Cloud-Wachstum – vorausgesetzt, das Unternehmen bekommt seine enormen Investitionskosten in den kommenden Quartalen in den Griff.

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