In der aktuellen Episode der Wiener Börse Party analysiert Christian Drastil den Verfallstag an der Wiener Börse und beleuchtet dabei einen bemerkenswerten historischen Zusammenhang bei der Porr-Aktie, der Anleger aufhorchen lässt.

Historischer Stichtag mit besonderer Symbolik

Der 20. Februar 2026 markiert für die Porr AG einen besonderen Jahrestag. Genau vor neun Jahren, am 20. Februar 2017, erreichte die Aktie des österreichischen Baukonzerns ihr Allzeithoch bei 41,31 Euro. Heute schloss der Titel bei 40,65 Euro – es fehlen damit nur noch weniger als 2 Prozent bis zum historischen Höchststand.

Dieser Artikel ist eine Added Value Version zu den Key-Insights einer Podcastfolge von audio-cd.at, aufgewertet durch Archivbausteine. Die hier veröffentlichten Gedanken/Schlüsse sind weder als Empfehlung noch als ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu verstehen und sollen auch nicht so verstanden werden. Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.

Diese Konstellation sorgt für Spannung unter Anlegern und Marktbeobachtern. Die Frage, die sich nun stellt: Kann die Porr-Aktie in der kommenden Woche ihr neunjähriges Allzeithoch übertreffen?

Starke Performance am Verfallstag

Am heutigen Freitag gehörte die Porr zu den klaren Gewinnern im österreichischen Leitindex. Mit einem Plus von 2,5 Prozent belegte der Bautitel den zweiten Platz im Tagesranking, nur übertroffen von der Strabag, die um 3,8 Prozent zulegte. Die UNIQA komplettierte mit plus 2 Prozent das Gewinnerfeld.

Bemerkenswert ist die parallele Stärke beider großen österreichischen Baukonzerne. Sowohl Porr als auch Strabag zeigten sich am Settlement-Tag in robuster Verfassung, was auf ein grundsätzlich positives Sentiment in der Branche hindeutet.

Gesamtmarkt im Plus, Volumen enttäuscht

Der ATX beendete den Verfallstag mit einem moderaten Plus. Die Jahresbilanz des österreichischen Leitindex fällt beeindruckend aus: Ein Plus von 9,03 Prozent seit Jahresbeginn bei 23 Gewinntagen gegenüber nur 13 Verlusttagen. Der Index notiert aktuell lediglich 0,23 Prozent unter seinem Jahreshoch.

Eine „kleine Enttäuschung" stellte allerdings das Handelsvolumen dar. Mit 313 Millionen Euro lag es nur auf dem Jahresdurchschnitt – für einen Verfallstag, an dem typischerweise erhöhte Aktivität zu erwarten wäre, ein eher schwaches Ergebnis. Allerdings handelte es sich nicht um einen großen Verfall.

Roadshow mit Porr-Beteiligung in Madrid

Zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte die Porr-Aktie in der kommenden Woche durch eine internationale Investorenkonferenz erhalten. Am 24. Februar veranstalten die Wiener Börse und Krakauer Management die Konferenz „Austrian Companies meet Investors Madrid Edition".

Sieben Prime-Market-Emittenten werden dort auf mehr als zehn spanische institutionelle Investoren treffen. Neben der Porr präsentieren sich FACC, Frequentis, Post, Palfinger, Polytec und VIG. Alle sieben Unternehmen sind zudem Partner im Private Investor Relations Projekt der Wiener Börse Party und sechs davon beim Österreichischen Aktientag am 14.3 von Börse Express und Börse Social Network dabei.

Ausblick auf die nächste Handelswoche

Die kommende Woche verspricht weitere Spannung. Neben der Frage, ob die Porr ihr Allzeithoch erreichen kann, stehen die Indexentscheidungen für den ATX an. Als Stichtag gilt der Februar-Ultimo, die Änderungen werden dann ab dem nächsten Verfall wirksam.

Statistisch betrachtet ist der Mittwoch bislang der erfolgreichste Wochentag an der Wiener Börse mit durchschnittlich 0,69 Prozent Plus, während der Donnerstag mit minus 0,25 Prozent der schwächste Tag ist.

Die Porr-Aktie steht damit vor einer möglicherweise historischen Handelswoche. Nach neun Jahren könnte der Baukonzern erstmals wieder Kursniveaus erreichen, die zuletzt im Februar 2017 gesehen wurden – ein Meilenstein, der die positive Entwicklung des Unternehmens unterstreichen würde.