OMV setzt nach den Jahreszahlen für 2025 ein klares Signal: Nicht mehr das schwankungsanfällige Energiegeschäft soll die Ertragsstory dominieren, sondern Chemie. Genau daran knüpft der Konzern jetzt auch die künftige Dividendenlogik. Was heißt das konkret für Ausschüttungen und Strategie?

2025 besser als erwartet – Chemie sticht heraus

Unterm Strich lieferte OMV 2025 mehr als der Markt auf dem Zettel hatte. Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 1,94 Mrd. Euro und damit 3% über dem Analystenkonsens – obwohl das operative Umfeld nicht nur Rückenwind brachte.

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Denn operativ zeigte sich eine klare Zweiteilung: Das operative Ergebnis sank auf 4,6 Mrd. Euro (−10% zum Vorjahr), der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen ging auf 24,3 Mrd. Euro (−7%) zurück. Gleichzeitig blieb die finanzielle Basis stabil: Der Cashflow aus operativen Aktivitäten erreichte 5,2 Mrd. Euro, die Nettoverschuldung lag bei 3,6 Mrd. Euro, die Gearing Ratio bei 14%.

Der auffälligste Treiber kam ausgerechnet aus dem Bereich, den OMV strategisch immer stärker in den Mittelpunkt rückt. Im Chemiesegment sprang das operative Ergebnis um 71% auf 784 Mio. Euro. Als Gründe nennt der Konzern die Umgliederung der Borealis-Gruppe sowie bessere Margen im Olefin-Geschäft. Dazu kommt ein operativer Vorteil: Die Auslastung der europäischen Steam-Cracker lag bei 82% – laut OMV 10 Prozentpunkte über dem europäischen Branchenschnitt.

Ganz anders das Bild im Energiesegment: Dort fiel das Ergebnis um 29% auf 2,7 Mrd. Euro. OMV verweist auf niedrigere Ölpreise und negative Markteffekte.

Dividende 2025 hoch – Systemwechsel ab 2026

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor. Sie setzt sich aus 3,15 Euro regulär und 1,25 Euro Zusatzdividende zusammen. Die Entscheidung fällt auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2026. Als Ex-Dividenden-Tag ist der 8. Juni vorgesehen, die Zahlung soll am 11. Juni 2026 erfolgen.

Spannender ist jedoch der Umbau ab 2026. Künftig berechnet OMV die Ausschüttung als 50% der von der Borealis Group International (BGI) erhaltenen Dividenden plus 20 bis 30% des operativen Cashflows. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Die Dividende soll stärker an die Cashflows aus dem Chemiegeschäft gekoppelt werden – und damit weniger von den Ausschlägen im Energiesegment abhängen.

BGI-Deal als Anker – nächste Messlatte im April

Strategisch passt dazu der nächste große Schritt: Die Transaktion zur Bildung der Borouge Group International (BGI) mit ADNOC soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Ziel ist ein neuer, großer Player – der viertgrößte Polyolefin-Produzent der Welt. Ab 2026 erwartet OMV aus der Beteiligung jährliche Dividenden von mindestens 1 Mrd. US-Dollar.

An der Börse spiegelt sich die robuste Ausgangslage bereits wider: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 57,20 Euro – nur 0,44% unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf 30 Tage steht ein Plus von 8,95%, seit Jahresanfang 18,23%.

Der nächste konkrete Prüfstein ist terminiert: Am 9. April 2026 veröffentlicht OMV das Trading Update zum ersten Quartal. Dort wird sich zeigen, wie stabil der Konzern ins Jahr gestartet ist – und ob der Chemie-Fokus die Ergebnisse auch im laufenden Geschäft sichtbar stützt.

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