Aktionäre des Energie- und Chemiekonzerns müssen sich auf Abstriche einstellen. Um das neu formierte Joint Venture BGI für den geplanten Börsengang in Abu Dhabi finanziell abzusichern, kappen OMV und Partner ADNOC die Ausschüttungen für das Jahr 2026. Für Anleger bedeutet dieser strategische Schritt spürbare Einbußen auf dem Konto, obwohl das operative Geschäft in Teilen glänzt.

Konkret halbiert sich der geplante Beitrag der BGI zur OMV-Dividende von 500 auf 250 Millionen US-Dollar. Auf die einzelne Aktie heruntergerechnet entspricht das einem erwarteten Rückgang von 0,60 bis 0,70 Euro. Verantwortlich für diesen Einschnitt ist kein operatives Problem. Die Eigentümer wollen lediglich die Bilanz der BGI stärken, bevor das Unternehmen 2027 an die Börse geht. Ab 2026 greift zudem eine neue Ausschüttungspolitik: OMV reicht dann die Hälfte der BGI-Dividenden sowie 20 bis 30 Prozent des restlichen operativen Cashflows an die Anteilseigner weiter.

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Chemie-Sparte federt Schwäche ab

Dass der Konzern diesen Schritt verkraften kann, zeigt ein Blick auf die jüngsten Zahlen. Während das klassische Energiesegment unter den niedrigeren Ölpreisen leidet, verzeichnet die Chemie-Division ein starkes Wachstum. Hier sprang das operative Ergebnis um 71 Prozent auf 784 Millionen Euro an. Diese Verschiebung der Gewichte wird durch den bevorstehenden Abschluss der Fusion unterstrichen. Bis Ende März soll der Zusammenschluss, der auch Nova Chemicals umfasst, rechtlich vollzogen sein. OMV und die ADNOC-Tochter XRG halten dann jeweils exakt die Hälfte an dem neuen Branchenriesen.

Nicht alle Marktbeobachter teilen den Optimismus bezüglich der neuen Struktur. Die Analysten von RBC Capital Markets stuften die Papiere auf „Underperform“ herab und begründeten dies mit anhaltendem Druck in den Bereichen Chemie, europäisches Gas und Raffinerie.

Starke Jahresperformance trotz Dämpfer

An der Börse sorgte die Nachricht der Dividendenkürzung zunächst für einen Rücksetzer von knapp drei Prozent. Betrachtet man das größere Bild, zeigt sich der Titel jedoch bemerkenswert robust. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von 23,19 Prozent und ging gestern bei 59,60 Euro aus dem Handel – nur unweit des kürzlich markierten 52-Wochen-Hochs.

Konkrete Einblicke in die weitere operative Entwicklung liefert das Trading Update für das erste Quartal am 9. April. Im Fokus steht dabei besonders das angestrebte Synergieziel der Fusion von 500 Millionen US-Dollar. Die formelle Abstimmung über die Dividende erfolgt anschließend auf der Hauptversammlung am 27. Mai.

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