OHB Aktie: Rückenwind
Der erfolgreiche Erstflug der Ariane 6 in der stärksten Ausbaustufe ist mehr als nur ein Technik-Signal für Europas Raumfahrt. Für OHB ist es auch ein handfester Nachweis, dass das eigene Zuliefergeschäft im Ariane-6-Programm trägt – und dass daraus Folgegeschäft entstehen kann. Doch wie direkt kommt dieser Erfolg bei OHB an?
- Ariane 64 hebt ab: erster Start der Vier-Booster-Variante und erster kommerzieller Kundenflug
- Nutzlast: 32 Satelliten für Amazons Breitband-Konstellation „Amazon Leo“ (rund 20 Tonnen in den erdnahen Orbit)
- OHB-Rolle: MT Aerospace mit 10% Arbeitsanteil am Ariane-6-Programm
Ariane-6-Erfolg: Relevanz für OHB
Die Ariane 6 startete am 12. Februar in der Konfiguration Ariane 64 (vier Feststoffbooster) vom Weltraumbahnhof Kourou. Der Flug VA267 setzte dabei gleich mehrere Premieren: erster Start dieser leistungsstärksten Version, erster kommerzieller Kundenstart und erster Einsatz der verlängerten Nutzlastverkleidung.
Für OHB ist der Punkt entscheidend: Über die Tochter MT Aerospace liefert der Konzern Tanks und Strukturkomponenten für die Trägerrakete. Mit zehn Prozent Arbeitsanteil zählt MT Aerospace zu den größten Zulieferern im Programm. Seit Oktober 2025 ist MT Aerospace zudem eine hundertprozentige Tochter der OHB-Gruppe – die Wertschöpfung bleibt damit vollständig im Konzern.
Amazon bucht 18 Starts
Der Erstflug war zugleich ein wichtiger Schritt für die künftige Auslastung der Ariane 6. Amazon hat für den Aufbau seiner „Amazon Leo“-Konstellation insgesamt 18 Ariane-6-Starts gebucht. Der erfolgreiche Auftakt in der schweren Konfiguration verbessert damit die Perspektive für weitere Aufträge im europäischen Träger-Ökosystem – und damit auch für zentrale Zulieferer.
Parallel: Gespräche mit Rheinmetall
Neben dem zivilen Trägerprogramm treibt OHB den Ausbau im militärischen Raumfahrtsegment voran. In einer Ad-hoc-Mitteilung von Ende Januar bestätigte das Unternehmen laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine mögliche Kooperation für öffentliche Beschaffungsverfahren.
Medienberichten zufolge geht es dabei um eine mögliche gemeinsame Bewerbung für SATCOMBw Stufe 4, ein Satellitenkommunikationsprojekt der Bundeswehr. Genannt wird der Aufbau einer LEO-Konstellation, die vom Ansatz her an kommerzielle Systeme wie Starlink erinnert.
Im operativen Geschäft meldete die Gruppe für die ersten neun Monate 2025 ein deutliches Wachstum: Umsatz +21% auf 863,5 Mio. Euro, EBITDA 75,5 Mio. Euro nach 62,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Zum konkreten Projektfortschritt kamen zuletzt mehrere Meldungen hinzu: Anfang Februar gründete OHB ein Innovationszentrum („European Moonport Company“) für künftige Mondmissionen, Ende Januar lieferte der MTG-S-Wettersatellit erste Daten, und für den europäischen Mondlander Argonaut erhielt OHB einen Auftrag für drei Subsysteme.
Unterm Strich liefert der Ariane-64-Erstflug für OHB vor allem eines: sichtbare operative Bestätigung für die MT-Aerospace-Rolle im Ariane-6-Programm – flankiert von der Aussicht auf weitere Amazon-Missionen und den parallel laufenden Gesprächen mit Rheinmetall rund um SATCOMBw Stufe 4.
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