Netflix Aktie: Massive Übernahme-Zweifel
Die Aktie des Streaming-Pioniers steht unter enormem Druck und markierte gestern ein neues 52-Wochen-Tief. Seit dem Hoch im Juni 2025 hat das Papier rund 42 Prozent an Wert eingebüßt. Während der Kurs leidet, stimmen die fundamentalen Daten überraschend positiv – eine Diskrepanz, die Investoren genau analysieren sollten.
Die Last der Mega-Fusion
Der Ausverkauf trieb den Kurs am Freitag auf rund 76,88 US-Dollar. Verantwortlich für diesen Abwärtstrend ist primär die geplante Akquisition von Warner Bros. Discovery im Wert von 82,7 Milliarden US-Dollar. Marktteilnehmer reagieren nervös auf die strengen behördlichen Prüfungen und den langen Zeithorizont bis zum geplanten Abschluss im dritten Quartal 2026.
Die Unsicherheit wird durch operative Risiken verstärkt. Die Zusammenführung der beiden riesigen Medienbibliotheken gilt als komplexes Unterfangen. Diese Hängepartie hat zudem Wettbewerber auf den Plan gerufen, wobei Berichte über ein mögliches Interesse von Paramount für zusätzliche Volatilität sorgen.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Trotz der trüben Charttechnik läuft das Kerngeschäft robust. Die jüngsten Quartalszahlen vom 20. Januar zeigten ein Umsatzwachstum von 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden US-Dollar. Mit einem Gewinn je Aktie von 0,56 US-Dollar übertraf das Unternehmen die Konsensschätzungen. Auch die Bruttomargen und die Kundenbindung liegen über dem Branchendurchschnitt.
Hier klafft eine deutliche Lücke zwischen Marktstimmung und Analystenmeinung. Experten sehen den fairen Wert der Aktie deutlich höher und vergeben im Schnitt ein Kursziel von 119 US-Dollar. Dies entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 55 Prozent, sofern die Fusion erfolgreich gemeistert wird.
Operativer Fokus bleibt bestehen
Ungeachtet der Finanzmanöver läuft die Content-Maschine weiter. Mit der Veröffentlichung der Krimikomödie How to Get to Heaven from Belfast und der anstehenden dritten Staffel von The Night Agent am 19. Februar versucht der Konzern, die Abonnententreue hochzuhalten.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den nächsten Quartalsbericht, der für den 16. April 2026 erwartet wird. Bis dahin dürfte die Kursentwicklung weniger von den Nutzerzahlen, sondern maßgeblich von Nachrichten aus den Regulierungsbehörden zur Warner-Übernahme bestimmt werden.
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