Die Aktie des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB hat nach ihrer jüngsten Rallye spürbar korrigiert, doch hinter den Kulissen formiert sich ein massiver potenzieller Kurstreiber. Während der Kurs nach dem Allzeithoch Luft holt, positioniert sich das Unternehmen für eine der größten Rüstungsausschreibungen der Bundeswehr-Geschichte. Gemeinsam mit einem Schwergewicht der Verteidigungsindustrie will OHB den Platzhirsch Airbus herausfordern.

Kampf um SATCOMBw

Im Zentrum der strategischen Planung steht das Projekt „SATCOMBw Stufe 4“. Dabei geht es um den Aufbau eines satellitengestützten Netzwerks, das Panzer, Schiffe und Bodentruppen weltweit vernetzt – technisch vergleichbar mit dem Starlink-System von SpaceX. Das geschätzte Gesamtvolumen beläuft sich auf bis zu 10 Milliarden Euro.

OHB hat bestätigt, Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über eine Kooperation zu führen. Die Arbeitsteilung ist klar definiert: Rheinmetall fungiert als Systemhaus für die militärische Integration, während OHB die Satellitenfertigung und das Raumfahrt-Engineering beisteuert. Diese Allianz tritt gegen Airbus Defense and Space an, den bisherigen Betreiber der Vorläufer-Systeme. Eine Ausschreibung wird noch für dieses Jahr erwartet, die operative Zielmarke liegt bei 2029.

Auftragsbücher füllen sich

Unabhängig vom Ausgang dieses Großprojekts profitiert OHB bereits jetzt von strukturell steigenden Budgets bei der ESA und nationalen Verteidigungsausgaben. Der Auftragseingang kletterte im Jahr 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand wuchs sogar um fast 50 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

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Um die für kommende Projekte nötigen Stückzahlen fertigen zu können, hat das Management bereits Fakten geschaffen: Mit der Übernahme eines Werks im sächsischen Schöneck im vergangenen Oktober wurden die Kapazitäten für eine industrielle Serienfertigung von Satelliten gesichert. Die Unternehmensziele sind entsprechend ambitioniert: Für 2026 wird eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent angepeilt. Bis 2028 soll die Gesamtleistung auf über 2,0 Milliarden Euro steigen.

Kurs konsolidiert nach Rekordhoch

An der Börse haben Anleger diese Wachstumsperspektiven zuletzt teilweise vorweggenommen, nun folgt die Ernüchterung im Chart. Nach dem Allzeithoch bei 320 Euro korrigierte die Aktie deutlich und notiert aktuell bei rund 230 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von gut 4,4 Milliarden Euro hat das Unternehmen eine Bewertung erreicht, die nun durch operative Exzellenz unterfüttert werden muss. Spekulationen über einen möglichen Börsenrückzug erteilte der Vorstand eine Absage: Die Notierung bleibe bestehen, um den Zugang zu Kapitalmärkten für die weitere Expansion zu sichern.

Der nächste wichtige Termin steht unmittelbar bevor: Am 19. März 2026 präsentiert OHB den geprüften Jahresabschluss für 2025. Dabei wird das Management darlegen müssen, ob die Profitabilität mit dem rasanten Umsatzwachstum Schritt halten kann. Die mittelfristige Kursentwicklung dürfte jedoch primär davon abhängen, ob sich die Allianz aus Rheinmetall und OHB im Laufe des Jahres gegen Airbus durchsetzen und den milliardenschweren Bundeswehr-Auftrag sichern kann.

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