OHB Aktie: Rüstung als Wachstumstreiber
Während der Raumfahrtkonzern OHB SE sich diese Woche auf dem Munich Space Summit präsentiert, rückt ein neues Geschäftsfeld in den Vordergrund. Neben zivilen Satellitenprojekten entwickelt sich der militärische Sektor zunehmend zum entscheidenden strategischen Pfeiler für das Bremer Unternehmen. Befeuert wird diese Entwicklung durch einen historischen Auftragsbestand und das endgültige Ende monatelanger Spekulationen um einen Börsenrückzug.
Solides Fundament durch Rekordaufträge
Die Basis für die aktuellen Expansionspläne bilden die jüngst vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Mit einem Umsatzsprung von 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro und einem bereinigten EBIT von 84 Millionen Euro zeigte das Unternehmen ein robustes operatives Wachstum. Besonders das Schlussquartal stach mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 11,6 Prozent hervor, womit OHB sein eigenes Gesamtjahresziel für 2026 bereits vorzeitig übertraf.
Ein fester Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro markiert zudem einen historischen Höchststand. Dass auch das zivile Geschäft weiterhin floriert, belegt ein kürzlich gewonnener ESA-Folgeauftrag der Tochtergesellschaft OHB Sweden über 248 Millionen Euro für den Bau von 20 Kleinsatelliten im Rahmen des Wettersatelliten-Projekts EPS-Sterna.
Lukrative Rüstungsprojekte im Visier
Um dieses Momentum zu nutzen, positioniert sich OHB verstärkt für große öffentliche Ausschreibungen im Sicherheitsbereich. Im Zentrum der Bemühungen steht das Projekt SATCOMBw-Stage-4, eine Milliardeninitiative der Bundeswehr für militärische Satellitenkommunikation. Hierfür plant der Konzern ein Konsortium mit Rheinmetall, bei dem OHB die Satellitenfertigung und das Engineering übernehmen würde.
Die strategischen Weichen für eine mögliche Serienproduktion wurden bereits im vergangenen Oktober mit dem Erwerb einer neuen Fertigungsstätte im sächsischen Schöneck gestellt. Geplante Investitionen Deutschlands in Höhe von 35 Milliarden Euro für militärische Raumfahrtinfrastruktur bieten in diesem Segment erhebliches Marktpotenzial.
Transparenz statt Börsenrückzug
Parallel zur operativen Expansion hat das Management klare Verhältnisse bei der Aktionärsstruktur geschaffen. CEO Marco Fuchs erteilte einem Delisting nach dem Einstieg des Private-Equity-Investors KKR eine endgültige Absage. Die fortgesetzte Börsennotierung soll das Vertrauen öffentlicher Auftraggeber stärken und den Zugang zu frischem Kapital gewährleisten. Die Gründerfamilie Fuchs kontrolliert weiterhin 65,4 Prozent der Anteile, während KKR 28,6 Prozent hält.
Mit geklärter Eigentümerstruktur und vollen Auftragsbüchern peilt das Management für das laufende Geschäftsjahr 2026 einen Gesamtoutput von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von etwa elf Prozent an. Im Jahr 2027 soll der Umsatz auf 1,7 Milliarden Euro klettern. Den nächsten konkreten Einblick in die operative Entwicklung liefert das Unternehmen am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.
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