OHB Aktie: Serienreife zahlt sich aus
Ein 248-Millionen-Euro-Auftrag für 20 Kleinsatelliten, ein Analystenhaus hebt das Kursziel an, und im Hintergrund wartet ein Rüstungsprojekt mit bis zu 10 Milliarden Euro Volumen. OHB liefert gerade auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Das Hamburger Analysehaus NuWays AG bestätigt die Einstufung „Buy" und hebt das Kursziel von 260 auf 272 Euro an — ausgelöst durch die Jahreszahlen 2025 und den EPS-Sterna-Auftrag. Der Umsatz stieg von 1,03 auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA kletterte auf 125,6 Millionen Euro. Besonders auffällig: Die Q4-Marge von 11,6 Prozent liegt bereits über dem für das Gesamtjahr 2026 angestrebten Ziel von 11 Prozent.
Der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 3,19 Milliarden Euro, nach 2,38 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Segment Space Systems steuert davon 2,51 Milliarden Euro bei — eine solide Grundlage für die Erlössichtbarkeit der kommenden Jahre.
EPS-Sterna als Kompetenznachweis
Der strategische Wert des EPS-Sterna-Auftrags liegt weniger in der Auftragssumme als in dem, was er belegt: OHB kann nicht nur Einzelsatelliten bauen, sondern ganze Konstellationen seriell fertigen. Genau diese Fähigkeit dürfte bei künftigen Großausschreibungen den Unterschied machen.
Das gilt besonders für SATCOMBw 4. Das Bundeswehr-Projekt für ein souveränes LEO-Kommunikationsnetz mit mehr als 100 Satelliten soll einen Gesamtauftragswert von 8 bis 10 Milliarden Euro tragen. Airbus, OHB und Rheinmetall planen offenbar ein gemeinsames Angebot. Die Einbindung von Airbus dürfte OHBs Arbeitsanteil zwar begrenzen, die Vergabewahrscheinlichkeit des Konsortiums aber erhöhen. NuWays hält für OHB einen Anteil von einem Drittel für realistisch — was kumulierte Auftragseingänge von 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro bedeuten würde.
Mondinfrastruktur als langfristiger Wachstumspfad
Parallel zu den laufenden Programmen hat OHB mit der European Moonport Company eine eigene Tochter für Mondinfrastruktur gegründet, vorgestellt am 4. Februar 2026 in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Söder. Gemeinsam mit Munich Airport International entstand ein erstes Konzept für eine Start- und Landeanlage auf der Mondoberfläche. Zudem ist OHB als Subunternehmer an der ESA-Mondlandefähre Argonaut beteiligt, deren erster Start für 2031 geplant ist.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefern die Q1-2026-Zahlen am 7. Mai. Als weitere Kurstreiber gelten Großaufträge, die mehrheitlich im zweiten Halbjahr 2026 erwartet werden, zusätzliche Details zu SATCOMBw 4 sowie operative Fortschritte bei der Rocket Factory Augsburg.
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