Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE wandelt sich zunehmend vom reinen Satellitenbauer zum strategischen Verteidigungspartner. Befeuert durch bestätigte Gespräche mit dem Rüstungsriesen Rheinmetall und eine deutlich angehobene Mittelfristprognose, rückt der Titel wieder verstärkt in den Fokus. Ist dies der Startschuss für eine grundlegende Neubewertung des Unternehmens?

Verteidigung als neuer Wachstumstreiber

Zentraler Treiber der aktuellen Phantasie ist die offizielle Bestätigung vom 26. Januar, dass sich OHB in Verhandlungen mit dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall befindet. Ziel ist eine Kooperation bei öffentlichen Vergabeverfahren. Marktbeobachter interpretieren diesen Schritt als klare Ausrichtung auf den wachsenden Verteidigungssektor.

Die Dimensionen, die im Raum stehen, sind beträchtlich. Berichten von Reuters und der Financial Times zufolge geht es konkret um ein militärisches Satellitenprojekt der Bundeswehr. Das Handelsblatt beziffert das potenzielle Auftragsvolumen auf bis zu 10 Milliarden Euro. Geplant ist demnach ein Netzwerk aus rund 200 Satelliten, das bis 2029 realisiert werden soll, um die Kommunikation zwischen militärischen Einheiten zu sichern. Sollte sich OHB hier signifikante Anteile sichern, würde dies die bisherigen Umsatzdimensionen sprengen.

Ambitionierte Mittelfristziele

Untermauert wird die Wachstumsstory durch fundamentale Daten, die das Management auf dem jüngsten Capital Market Day in Bremen präsentierte. Der Vorstand schraubte die Erwartungen deutlich nach oben: Bis 2028 soll die Gesamtleistung auf über 2,0 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig wird eine Verbesserung der Profitabilität angestrebt, mit einer Ziel-EBITDA-Marge von über 12 Prozent.

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Diese Zuversicht fußt auf einem realen Anstieg des Geschäfts. Bereits im Jahr 2025 kletterte der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Zudem trat der Vorstand Spekulationen über einen möglichen Börsenrückzug entgegen. Ein Delisting sei nicht geplant, da die Notierung wichtiges Vertrauen bei Auftraggebern schaffe und den Zugang zu Kapitalmärkten sichere.

Operative Erfolge und Ausblick

Auch technologisch liefert der Konzern ab. Der im Juli 2025 gestartete Wettersatellit MTG-S1 sendet seit Ende Januar erste Daten aus der geostationären Umlaufbahn. Dieser operative Erfolg bestätigt die technologische Kompetenz von OHB als Hauptauftragnehmer für komplexe Systemplattformen.

Anleger blicken nun gespannt auf den 19. März 2026. An diesem Datum veröffentlicht OHB den Geschäftsbericht für 2025 und wird im Rahmen des Earnings Calls voraussichtlich weitere Details zur aktuellen Auftragslage nennen. Sollten sich bis dahin die Konturen der Rheinmetall-Kooperation schärfen, dürfte die vom Management in Aussicht gestellte Umsatzsteigerung auf 1,4 Milliarden Euro für das laufende Jahr 2026 erst der Anfang sein.

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