OHB stellt die Weichen offensiver: Ein angehobener Ausblick bis 2028 und bestätigte Gespräche mit Rheinmetall rücken den Raumfahrtkonzern ins Rampenlicht. Gleichzeitig zeigt der Kurs, wie nervös der Markt auf News reagiert – auch, weil der Streubesitz gering ist. Doch was steckt hinter der jüngsten Volatilität?

  • Kooperationsgespräche mit Rheinmetall für mögliche öffentliche Beschaffungsverfahren (bestätigt per Ad-hoc)
  • Wachstumsziele bis 2028 deutlich höher angesetzt (Capital Market Day)
  • Delisting laut Unternehmen derzeit nicht geplant
  • Auftragseingang 2025: ca. 2,1 Mrd. Euro (+24% zum Vorjahr)

Rheinmetall-Gespräche: Fokus auf Beschaffung

OHB bestätigte Ende Januar per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche mit Rheinmetall. Inhaltlich geht es um eine mögliche Kooperation, um gemeinsam an öffentlichen Beschaffungsverfahren teilzunehmen.

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Medienberichte (Reuters, Financial Times) sprechen in diesem Zusammenhang von Überlegungen für ein gemeinsames Gebot bei einem Satellitenprojekt der Bundeswehr. Ziel sei der Aufbau eines sicheren Satelliten-Kommunikationsnetzwerks für die deutschen Streitkräfte. OHB selbst bestätigte die Gespräche, nicht jedoch Details zu konkreten Angeboten.

Capital Market Day: Ausblick bis 2028 angehoben

Auf dem Capital Market Day hat OHB den Blick nach vorn geschärft und die Prognosen für 2026 und 2027 angehoben. Für 2028 stellte das Unternehmen zudem Ziele oberhalb der 2027er-Werte in Aussicht.

Konkret nennt OHB folgende Eckpunkte:
- 2026: Gesamtleistung 1,4 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 11%, EBIT-Marge 8%
- 2027: Gesamtleistung 1,7 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 12%, EBIT-Marge 9%
- 2028: Gesamtleistung >2,0 Mrd. Euro, EBITDA-Marge >12%, EBIT-Marge >9%

Beim Auftragseingang meldete der Konzern für 2025 rund 2,1 Mrd. Euro nach einem Plus von etwa 24% gegenüber dem Vorjahr. Mittelfristig peilt OHB im Schnitt rund 3 Mrd. Euro Auftragseingang pro Jahr an.

Kurs schwankt stark – Streubesitz als Verstärker

In den vergangenen Tagen zeigte die Aktie ausgeprägte Ausschläge: Auf kräftige Gewinne Ende Januar folgte am Montag ein zweistelliger Rückgang, bevor es am Dienstag wieder deutlich nach oben ging. OHB verweist dabei auf den geringen Streubesitz, der Kursbewegungen spürbar verstärken kann.

Operativ lieferte das Unternehmen zuletzt ebenfalls Nachrichten: Ende Januar meldete OHB den erfolgreichen Empfang erster Daten des Wettersatelliten MTG-S1. Zudem wurden im Dezember 2025 zwei weitere Galileo-Navigationssatelliten gestartet – damit sind 30 von OHB als Hauptauftragnehmer gefertigte Galileo-FOC-Satelliten im Orbit.

Im Blickpunkt steht als nächster fixer Termin die Bilanzpressekonferenz und Ergebnispräsentation zum Jahresabschluss 2025 am 19. März; danach folgen die Q1-Zahlen am 7. Mai und die Hauptversammlung am 24. Juni.

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