Diginex setzt seine Wachstumsstrategie konsequent um. Im Januar 2026 schloss das NASDAQ-notierte Unternehmen gleich zwei Übernahmen ab, holte eine neue CEO an Bord und expandierte nach Brasilien. Besonders die Integration von Plan A, einer führenden Carbon-Accounting-Plattform, verschafft dem Sustainability-RegTech-Spezialisten Zugang zu Großkunden wie BMW und Deutsche Bank.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

  • Plan A-Übernahme für rund 55 Millionen Euro abgeschlossen
  • Lubomila Jordanova als neue CEO ernannt
  • Joint Venture in Brasilien unterzeichnet
  • Umsatzwachstum von 293 Prozent im ersten Halbjahr 2025

Plan A bringt starke Kundenstruktur

Der Abschluss der Plan A-Übernahme am 14. Januar 2026 gilt als strategischer Kernpunkt der Expansion. Für 3 Millionen Euro Barzahlung und 6,72 Millionen Aktien im Wert von etwa 52 Millionen Euro sicherte sich Diginex eine der führenden KI-gestützten Carbon-Accounting-Plattformen Europas. Neben BMW, Deutsche Bank und Visa zählen weitere namhafte Unternehmen zum Kundenstamm.

Die Plattform ermöglicht Scope-1-3-Emissionstracking und wissenschaftsbasierte Zielsetzung – Funktionen, die angesichts verschärfter EU-Nachhaltigkeitsregulierung zunehmend gefragt sind. Mit der Transaktion kamen Visa und Deutsche Bank als neue Aktionäre hinzu.

Führungswechsel mit Profil

Zwei Wochen nach der Plan A-Übernahme ernannte Diginex am 28. Januar 2026 Lubomila Jordanova zur neuen CEO. Die Gründerin und frühere Chefin von Plan A bringt ausgewiesene Expertise in Carbon Accounting und EU-Nachhaltigkeitsregulierung mit. Ihre Auszeichnungen reichen von Obama Europe Leader über MIT Innovator Under 35 Europe bis zur Forbes 30 Under 30-Liste.

Der bisherige CEO Mark Blick wechselt in die Rolle eines strategischen Beraters. Mit Jordanova setzt Diginex auf eine Führungspersönlichkeit, die sowohl das erworbene Geschäft kennt als auch über ein etabliertes Netzwerk in der Nachhaltigkeitsbranche verfügt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Diginex?

Brasilien-Expansion im Fokus

Am 23. Januar 2026 unterzeichnete Diginex ein Joint-Venture-Rahmenabkommen mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Die geplante digitale Infrastrukturplattform zielt auf Dekarbonisierung und ESG-Reporting in einer der größten Agrarregionen weltweit. Zunächst konzentriert sich das Projekt auf den Rindfleischsektor.

Das Konzept eines "Digital Green Passport" soll den Zugang zu internationalen Exportmärkten erleichtern. Brasilien schätzte seinen Dekarbonisierungsmarkt für 2024 auf etwa 43,1 Milliarden US-Dollar, mit prognostiziertem Anstieg auf 76,8 Milliarden US-Dollar bis 2030.

Zahlen zeigen starke Dynamik

Im ersten Halbjahr bis 30. September 2025 steigerte Diginex den Umsatz um 293 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die diginexESG-Plattform unterstützt 19 globale Reporting-Frameworks, darunter GRI, SASB und TCFD. Zu den Kunden zählen HSBC, Coca-Cola und Fitch Ratings.

Neben Plan A hatte Diginex bereits am 8. Januar 2026 The Remedy Project Limited übernommen. Das Hongkonger Beratungsunternehmen spezialisiert sich auf Human Rights Due Diligence in Lieferketten. Parallel laufen weiterhin Gespräche über die geplante Übernahme von Resulticks Global Companies, wobei der Abschluss dieser Transaktion noch offen ist.

Anzeige

Diginex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Diginex-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Diginex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Diginex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Diginex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...