OHB Aktie: Doppeltes Signal
Einen Tag nach dem größten Satellitenauftrag der schwedischen Raumfahrtgeschichte legt OHB SE heute seinen testierten Jahresabschluss 2025 vor. Zwei Ereignisse, die zusammen ein klares Bild zeichnen — sofern die Zahlen halten, was die Auftragsbücher versprechen.
248 Millionen Euro für Arktis-Wetterdaten
OHB Schweden, eine Konzerntochter, hat den EPS-Sterna-Auftrag von ESA und EUMETSAT gewonnen: 20 Kleinsatelliten für eine Erdbeobachtungskonstellation, die Wetterdaten aus polaren Regionen liefern soll, die geostationäre Satelliten nicht erreichen. Vertragsvolumen: 248 Millionen Euro. Erster Start: 2029. Die Konstellation wird zweimal erneuert und soll bis mindestens 2042 laufen.
Grundlage war der Arctic Weather Satellite, den OHB Schweden bereits als Demonstrator in nur drei Jahren vom Auftrag bis zum Orbit gebracht hatte. Dessen Daten fließen bereits in operative Vorhersagemodelle des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage ein — ein Vertrauensbeweis, der die Auftragsvergabe maßgeblich mitentschied.
Zahlen mit Gewicht
Für 2025 erwartet das Management eine Gesamtleistung von 1,2 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von neun Prozent. Der Auftragseingang wuchs um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.
Der Kapitalmarkt wird heute genau hinschauen, wie sich die Liquidität entwickelt hat. Erhebliche Vorabinvestitionen — darunter der Erwerb einer Produktionsanlage in Schöneck im Oktober 2025 und die vollständige Übernahme von MT Aerospace — belasten den Cashflow, bevor die Großaufträge vollständig abgerechnet werden können. MT Aerospace fertigt Tanks und Strukturkomponenten für die Ariane 6 und fließt seit Oktober 2025 vollständig in den Konzernabschluss ein.
Mittelfristig hat OHB die Wachstumsziele angehoben: Für 2026 peilt das Unternehmen 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung bei einer EBITDA-Marge von elf Prozent an, für 2027 bereits 1,7 Milliarden Euro bei zwölf Prozent.
Referenzprojekt mit Signalwirkung
Der EPS-Sterna-Auftrag ist mehr als ein Umsatztreiber. Er belegt, dass OHBs New-Space-Ansatz — schnell, kosteneffizient, industriell skalierbar — auch für institutionelle Auftraggeber wie ESA und EUMETSAT überzeugt. Genau diese Kompetenz ist entscheidend für das nächste potenzielle Großprojekt: SATCOMBw Stufe 4, ein Bundeswehr-Satellitenprogramm mit veranschlagtem Volumen von mindestens zehn Milliarden Euro, für das OHB gemeinsam mit Airbus Defence and Space und Rheinmetall ein Konsortium plant. Bis 2029 soll dort eine erste Anfangsbefähigung stehen. Der heutige Jahresabschluss liefert den ersten konkreten Beleg, ob die operative Basis für diesen Wachstumskurs bereits trägt.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








