Der Kupferkonzern Aurubis dreht an einem entscheidenden Hebel: Nach Jahren intensiver Investitionen nähert sich das milliardenschwere Wachstumsprogramm seinem Abschluss — und die Früchte beginnen zu reifen. Den Beweis liefert eine deutlich angehobene Gewinnprognose.

Prognose klar nach oben geschraubt

Aurubis erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 nun ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 375 und 475 Millionen Euro. Zuvor lag die Bandbreite bei 300 bis 400 Millionen Euro. Als Treiber nennt das Unternehmen höhere Metallpreise und eine starke Nachfrage nach Kupferprodukten. Das erste Quartal lieferte mit 105 Millionen Euro operativem EBT bereits ein deutliches Signal — nach 68 Millionen Euro im Vorquartal ein spürbarer Sprung.

Rückenwind kommt auch von der Dividendenseite: Die Hauptversammlung im Februar stimmte einer Ausschüttung von 1,60 Euro je Aktie zu, ein Anstieg von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Drei Großprojekte auf der Zielgeraden

Das strategische Schwergewicht ist das neue Recyclingwerk Aurubis Richmond im US-Bundesstaat Georgia — das erste Multimetall-Recyclingschmelzwerk der USA. Mit rund 800 Millionen US-Dollar Investitionsvolumen verarbeitete das Werk im Januar 2026 erstmals komplexe Recyclingmaterialien. Die zweite Ausbaustufe soll noch in diesem Geschäftsjahr folgen, die volle Kapazität von 180.000 Tonnen jährlich in der ersten Jahreshälfte 2026 erreicht werden.

Parallel dazu gehen zwei weitere Projekte in den Betrieb:

  • Complex Recycling Hamburg (CRH): Inbetriebnahme erste Jahreshälfte 2026, plus 30.000 Tonnen Recyclingkapazität
  • Aurubis Bulgaria: Erweiterung zweite Jahreshälfte 2026, Kapazitätssprung auf 340.000 Tonnen — rund 50 Prozent mehr als bisher

Von den insgesamt geplanten 1,7 Milliarden Euro für das Wachstumsprogramm hat Aurubis bereits rund 80 Prozent abgerufen.

Der ROCE zeigt, was noch kommt

Dass der Wandel noch nicht abgeschlossen ist, zeigt der operative ROCE: Er lag zuletzt bei 7,8 Prozent, nach 11,7 Prozent im Vorjahr. Der Rückgang spiegelt die noch laufenden Anlaufphasen wider — das eingesetzte Kapital ist bereits bilanziert, die vollen Ergebnisbeiträge stehen noch aus. Genau das ist die Kernthese für die kommenden Quartale: Sobald Georgia, Hamburg und Bulgarien planmäßig hochgefahren sind, dürfte sich diese Lücke schließen. Die angehobene Jahresprognose ist ein erster Vorgeschmack darauf.

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