Red Cat hat für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 Zahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick beeindrucken. Der Umsatz explodierte, die Produktionskapazitäten wurden massiv ausgebaut — und trotzdem reagierten Anleger nach Börsenschluss mit Verkäufen. Der Grund: Für 2026 gibt es keine offizielle Prognose.

Umsatz weit über den Erwartungen

Im vierten Quartal erzielte Red Cat einen Umsatz von 26,2 Millionen Dollar — ein Plus von 1.985 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und 172 Prozent mehr als im dritten Quartal. Analysten hatten zwischen 20,9 und 23,9 Millionen Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Erlöse auf 40,7 Millionen Dollar, ein Anstieg von 161 Prozent.

Auf der Kostenseite sieht es weniger erfreulich aus. Der Nettoverlust für das Gesamtjahr weitete sich auf 72,1 Millionen Dollar aus, nach 53,5 Millionen im Vorjahr. Auch der Verlust je Aktie im Quartal fiel mit -0,17 Dollar schlechter aus als der Analystenkonsens von -0,14 bis -0,15 Dollar.

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Produktion im Hochlauf

Red Cat hat seine Fertigungskapazitäten im Jahresverlauf um 520 Prozent auf insgesamt 254.000 Quadratfuß ausgebaut. Kernstück ist die Produktion der Black-Widow-Drohne, die im ersten Halbjahr 2026 auf 1.000 Einheiten pro Monat skaliert werden soll. Aktuell verlassen täglich rund 50 Einheiten die Werke. Ein neues Werk in Georgia ist seit etwa einem Monat in Betrieb und soll 2026 mehr als 100 unbemannte Überwasserfahrzeuge liefern.

Strategisch richtet sich das Unternehmen konsequent auf die Ablösung chinesischer Drohnentechnologie aus. In der Ukraine hat Red Cat ein Büro in Kyiv eröffnet und einen gemeinsamen Entwicklungsvertrag mit einem staatlichen ukrainischen Unternehmen geschlossen. Die ukrainischen Streitkräfte haben einen formellen Beschaffungsantrag für das Black-Widow-System gestellt, um chinesische ISR-Drohnen zu ersetzen — der Bedarf wird auf rund 350.000 Kleindrohnen jährlich beziffert. Zusätzlich sicherte sich Red Cat neue Bestellungen aus einem zweiten Partnerland im asiatisch-pazifischen Raum.

Fehlende Guidance belastet

Trotz des klaren Umsatzbeats fiel die Aktie im nachbörslichen Handel am 18. März um rund vier bis fünf Prozent. Auslöser war das Ausbleiben einer formellen Jahresprognose für 2026. Das Management begründete dies damit, dass konkrete Regierungsverträge noch nicht finalisiert seien. Intern kalkuliert Red Cat für 2026 mit einem Umsatzkorridor von 100 bis 170 Millionen Dollar — eine Zahl, die jedoch keine offizielle Guidance darstellt.

Die Liquiditätslage hat sich unterdessen deutlich verbessert: Red Cat schloss das Jahr 2025 mit 167,9 Millionen Dollar in der Kasse ab, nach lediglich 9,2 Millionen Ende 2024. Dieser Anstieg geht im Wesentlichen auf eine Kapitalerhöhung von netto 234,3 Millionen Dollar zurück. Damit verfügt das Unternehmen über ausreichend Mittel, um den laufenden Produktionshochlauf zu finanzieren — sofern die erwarteten Vertragsabschlüsse folgen.

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