Nvidia steht diese Woche im Rampenlicht – nicht wegen eines einzelnen Gerüchts, sondern weil am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen kommen. Mehrere Analysten haben ihre Erwartungen zuletzt angehoben und verweisen auf Entspannungssignale in der Lieferkette. Genau deshalb ist die Messlatte hoch: Liefern die Zahlen und vor allem der Ausblick genug Substanz für die nächste Etappe?

Rückenwind durch Analysten und Lieferkette

Kurz vor dem Bericht kamen gleich mehrere positive Signale von der Analystenseite. Aletheia Capital stufte den Titel am Montag von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 250 US-Dollar. Begründung: Frühere Sorgen über steigende Lagerbestände bei Nvidia und im Vertriebskanal dürften sich ab dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 normalisieren. Dazu kommt ein sehr optimistischer Blick auf die Investitionsdynamik rund um Rechenleistung: Aletheia erwartet, dass die branchenweiten Compute-Investitionen im Jahresvergleich um 75% auf rund 530 Milliarden US-Dollar steigen.

Morgan Stanley bekräftigte ebenfalls ein „Overweight“ mit 250 US-Dollar Kursziel. Analyst Joseph Moore sprach von hoher Zuversicht für die kurzfristige Entwicklung und hielt die Konsensschätzung von 72 Milliarden US-Dollar Umsatz für das Quartal für „sicher“. Gleichzeitig sieht er Potenzial für deutlich mehr als die eigene Unternehmensprognose von 64 Milliarden US-Dollar.

Zusätzliche Unterstützung kam von der Lieferkette: SK Hynix, ein wichtiger Zulieferer von High-Bandwidth-Memory für KI-Beschleuniger, stellte höhere Produktionspläne in Aussicht. Das ist relevant, weil Engpässe bei Komponenten den Ausbau von KI-Infrastruktur zuletzt immer wieder ausgebremst haben.

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Worauf es am Mittwoch ankommt

Nvidia selbst hatte beim letzten Ausblick für das vierte Quartal etwa 65 Milliarden US-Dollar Umsatz (plus/minus 2%) genannt. Bei den Margen peilt das Management eine Bruttomarge im „mittleren 70er“-Bereich bis zum Geschäftsjahresende an – ein wichtiger Punkt, weil die Profitabilität bei diesem Wachstumstempo genau beobachtet wird.

Neben den nackten Zahlen stehen drei Themen im Fokus:

  • Chip-Generation Blackwell vs. „Vera Rubin“: Laut Morgan Stanley haben sich Prognosen schneller als erwartet von Blackwell in Richtung der nächsten Plattform verschoben. Das kann die Nachfrageerzählung verändern – positiv, wenn die Übergänge reibungslos laufen.
  • Margenpfad: Nach einer Verbesserung der operativen Bruttomarge auf 73,6% zuletzt will Nvidia weiter Richtung Mitte der 70er. Der Markt wird genau hinschauen, ob das trotz hoher Nachfrage und möglicher Kosten in der Lieferkette gelingt.
  • China-Geschäft: US-Exportbeschränkungen bleiben eine Unsicherheit. Eine nationale Sicherheitsprüfung möglicher H200-Verkäufe lief Anfang Februar noch – ein Faktor, der Prognosen beeinflussen kann.

Marktumfeld: Stabil trotz Gegenwind

Auffällig: Während der breite Markt am Montag unter anderem wegen neuer Zoll- und KI-Sorgen nachgab, hielt sich Nvidia besser. In den bereitgestellten Daten zeigt sich das auch kurzfristig: In den letzten sieben Tagen legte die Aktie um 4,97% zu.

Am Mittwochabend dürfte deshalb weniger die Vergangenheit zählen als die Visibilität nach vorne. Entscheidend wird, ob Nvidia die Nachfrage rund um die nächste Chip-Generation überzeugend einordnet und ob der Ausblick den hohen Erwartungen gerecht wird, die Analysten mit ihren jüngsten Anhebungen aufgebaut haben.

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