Nvidia hat auf der GTC 2026 in San Jose nicht nur eine neue Chip-Architektur vorgestellt, sondern auch seine Marktprognose verdoppelt. CEO Jensen Huang erwartet nun, dass die kumulative Nachfrage nach KI-Chips bis 2027 die Marke von einer Billion Dollar erreicht — doppelt so viel wie noch vor einem Jahr für 2026 prognostiziert.

Vera Rubin: Mehr als ein GPU-Upgrade

Die neue Vera-Rubin-Plattform ist der Nachfolger der Blackwell-Generation und umfasst sieben Chips, darunter GPUs, den neuen ARM-basierten Vera CPU mit 88 Kernen sowie Netzwerkkomponenten. Ein Standard-Rack-System auf Rubin-Basis integriert 72 GPUs und 36 Vera CPUs und liefert rund 3,6 ExaFLOPS Rechenleistung. Die Auslieferung dieser Systeme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.

Nvidia gibt an, dass der Vera CPU gegenüber aktuellen x86-Prozessoren die doppelte Energieeffizienz bei KI-Workloads erreicht. Ergänzt wird das Portfolio durch das „Space-1 Vera Rubin Module" für orbitale Rechenzentren — mit 25-facher Inferenzleistung gegenüber der H100-Generation.

Vom Training zur Inferenz

Ein zentrales Thema der Keynote war der Übergang vom KI-Training zur sogenannten „Inference Inflection". Huang beschrieb die nächste Phase des KI-Booms als Ära autonomer Agenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen. Dafür integrierte Nvidia Technologie von Groq in seinen Hardware-Stack: Der neue Groq 3 LPX Inferenz-Chip, gefertigt von Samsung, soll ab dem dritten Quartal 2026 ausgeliefert werden.

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Auf der Softwareseite lancierte das Unternehmen das „Agent Toolkit" inklusive NemoClaw, einer Enterprise-Version des Open-Source-Frameworks OpenClaw, sowie die OpenShell-Laufzeitumgebung für lokale KI-Agenten auf RTX-PCs und DGX-Supercomputern.

Starke Zahlen, gemessene Reaktion

Finanziell lieferte Nvidia zuletzt beeindruckende Ergebnisse: Im Geschäftsjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 215,9 Milliarden Dollar — ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein das Rechenzentrumsgeschäft steuerte 192 Milliarden Dollar bei. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von 77 Prozent entspräche.

Die Marktreaktion fiel trotzdem verhalten aus. Die Aktie schloss nach der Keynote mit einem Plus von 1,65 Prozent — solide, aber kein Kursfeuerwerk. Goldman Sachs bestätigte das Kaufvotum mit einem Kursziel von 250 Dollar und verwies auf bessere Sichtbarkeit bei Rechenzentrumsaufträgen bis 2027. Bank of America sieht den Wert sogar bei 300 Dollar und betont Nvidias Vorteile als vollständig integrierter Plattformanbieter. JPMorgan hob hervor, dass die enge Verzahnung von CPUs, GPUs und Netzwerkkomponenten für Wettbewerber zunehmend schwer zu replizieren sei.

Morgan Stanley ergänzt eine nüchterne Perspektive: Mit einem Forward-KGV von rund 21,8 bewertet der Markt Nvidia derzeit kaum höher als den breiten S&P 500 — ein ungewöhnliches Bild für ein Unternehmen mit dieser Wachstumsdynamik.

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