Nvidia-Chef Jensen Huang sichert sich einen Platz am wichtigsten Tisch der US-Technologiepolitik. Präsident Donald Trump berief den CEO am Mittwoch in seinen wissenschaftlichen Beraterstab, um die nationale KI-Strategie der Vereinigten Staaten mitzugestalten. Gleichzeitig eröffnet eine politische Kehrtwende dem Chipentwickler unerwartete Umsatzchancen im eigentlich abgeschriebenen China-Geschäft.

Das Beratungsgremium hat zwar keine direkte regulatorische Macht, platziert Huang aber im innersten Zirkel der politischen Entscheidungsfindung. Trump sieht die technologische Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz als zentrales Element im strategischen Wettbewerb mit China. An der Börse reagieren Anleger gelassen auf die jüngsten Entwicklungen. Aktuell notiert das Papier bei 154,40 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Tagesplus von 1,19 Prozent.

Verstecktes Umsatzpotenzial

Abseits der politischen Bühne fährt Nvidia die Produktion seiner H200-Chips für den chinesischen Markt wieder hoch. Vorausgegangen war eine Einigung mit der US-Regierung im Dezember. Diese erlaubt Exporte der fortschrittlichen Prozessoren unter der Bedingung, dass 25 Prozent der Verkaufserlöse an die Vereinigten Staaten fließen.

Für die Bilanz des Unternehmens ist das ein enormer Hebel. In der jüngsten Prognose für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027, die von 78 Milliarden US-Dollar Umsatz ausgeht, sind Einnahmen aus chinesischen Rechenzentren komplett ausgeklammert. Jeder neu verkaufte Chip in Fernost generiert somit direkten Zusatzumsatz und ergänzt die langfristige Prognose von über einer Billion US-Dollar, die primär auf den neuen Blackwell- und Rubin-Architekturen basiert.

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Rekordzahlen treffen auf Klumpenrisiko

Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erwirtschaftete Nvidia einen freien Cashflow von 96,6 Milliarden US-Dollar. Finanzchefin Colette Kress plant, mindestens die Hälfte davon über Aktienrückkäufe und Dividenden an die Anteilseigner auszuschütten. Die nächste Quartalsdividende von 0,01 US-Dollar pro Aktie fließt am 1. April 2026.

Allerdings trüben spezifische Risikofaktoren das Bild. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden ist immens: Laut einer aktuellen Einreichung sorgen lediglich vier Abnehmer für 61 Prozent der gesamten Einnahmen. Parallel dazu prüfen US-Senatoren die Übernahme des Start-ups Groq auf mögliche Kartellrechtsverstöße, während die Europäische Union das Bündeln von Grafikprozessoren untersucht.

Die Kombination aus politischem Einfluss in Washington und dem wiederbelebten China-Geschäft liefert dem Chipentwickler neue Wachstumsimpulse abseits der etablierten Kernmärkte. Konkrete Zahlen zu den ersten H200-Auslieferungen nach Fernost präsentiert das Unternehmen am 20. Mai 2026 mit der Vorlage des nächsten Quartalsberichts.

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