Die Nvidia-Aktie hat am Mittwoch deutlich zugelegt und zählte zeitweise zu den Top-Gewinnern im Dow Jones. Auslöser war eine am Dienstag bekannt gegebene umfassende, mehrjährige Partnerschaft mit Meta. Die beiden Konzerne wollen gemeinsam Metas KI-Infrastruktur ausbauen – unter anderem mit mehreren Nvidia-Produkten. Besonders bemerkenswert: Beide Unternehmen arbeiten an der künftigen Einführung von Nvidias kommenden Vera-CPUs, die möglicherweise ab 2027 in großem Maßstab zum Einsatz kommen sollen.

Für Anleger ist das mehr als nur eine technische Kooperation. Meta gilt als einer der größten Abnehmer von KI-Chips weltweit und investiert massiv in Rechenzentren. Die Partnerschaft unterstreicht Nvidias Position als zentraler Infrastruktur-Lieferant für die KI-Revolution – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerbsdruck aus China spürbar zunimmt.

China setzt zum Gegenschlag an

Denn während Nvidia und die US-Tech-Riesen ihre Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur fortsetzen, hat China das Tempo massiv angezogen. Besonders in der Zeit rund um das chinesische Neujahr brachten Unternehmen wie ByteDance, Alibaba und Kuaishou Technology eine Welle neuer KI-Modelle auf den Markt – mit dem erklärten Ziel, Nvidia, Google und Meta herauszufordern.

ByteDance lancierte mit Seedance 2.0 einen Video-KI-Generator, der aus Text, Bildern, Audio und Video gleichzeitig synchrone Clips erstellen kann. Kurz darauf folgte Doubao 2.0, eine Erweiterung des KI-Chatbots für die sogenannte „Agenten-Ära", die eigenständiger agiert statt nur auf Eingaben zu reagieren. Mit 155 Millionen aktiven Nutzern pro Woche führt Doubao alle KI-Chatbot-Apps in China an, gefolgt von DeepSeek mit 81,6 Millionen.

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Auch Alibaba mischt kräftig mit: Das Unternehmen hat mit RynnBrain Robotics AI ein Open-Source-Roboter-KI-Modell vorgestellt, das laut eigenen Angaben in Benchmark-Bewertungen Googles Gemini Robotics-ER 1.5 und Nvidias Cosmos-Reason2 übertroffen haben soll. Zudem startete Alibaba Anfang Februar eine großangelegte Coupon-Aktion für seine Qwen-KI-App – mit Erfolg: Die täglichen aktiven Nutzer sprangen von 7 Millionen auf 58 Millionen hoch.

Deutsche Bank setzt auf Nvidia

Dass institutionelle Investoren weiterhin auf Nvidia setzen, zeigt ein Blick in die jüngste Pflichtmitteilung der Deutschen Bank. Das Frankfurter Institut hat seine Nvidia-Beteiligung im vierten Quartal 2025 um 75.585 Papiere aufgestockt und hielt zum Stichtag 31. Dezember insgesamt 90.446.907 Aktien. Mit einem Marktwert von 16,87 Milliarden Dollar ist Nvidia damit die größte US-Aktienposition im Portfolio der Deutschen Bank – mit einem Depotanteil von 5,49 Prozent.

Zum Vergleich: Bei Microsoft, das auf Platz zwei folgt, wurde die Position um 413.836 Papiere reduziert. Auch bei Apple, Meta, Amazon und den Alphabet-Aktien setzte die Deutsche Bank den Rotstift an. Nvidia ist damit eine der wenigen Positionen, bei denen das Institut im vierten Quartal 2025 aufstockte.

Am Mittwoch profitierten die US-Indizes insgesamt von positiver Stimmung. Der Dow Jones Industrial gewann 0,3 Prozent auf 49.662,66 Punkte, der S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 6.881,31 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent auf 24.898,87 Punkte. Neben Nvidia profitierten auch Goldman Sachs und Salesforce von Kursgewinnen.

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