Die Nvidia-Aktie gerät von unerwarteter Seite unter Druck. Am 29. Januar richtete der republikanische Abgeordnete John Moolenaar, Vorsitzender des „House Select Committee on China", einen brisanten Brief an US-Handelsminister Howard Lutnick. Der Vorwurf: Nvidia soll dem chinesischen KI-Startup DeepSeek technische Hilfe geleistet haben – und diese Unterstützung könnte indirekt dem chinesischen Militär zugutegekommen sein.

Politischer Gegenwind aus Washington

Moolenaar stützt seine Vorwürfe auf interne Nvidia-Dokumente, die dem Ausschuss vorliegen. Demnach hätten Nvidia-Mitarbeiter DeepSeek bei einem „optimierten Co-Design von Algorithmen, Frameworks und Hardware" unterstützt. Ziel sei die deutliche Effizienzsteigerung beim Training großer Sprachmodelle gewesen. Besonders brisant: DeepSeek hatte Anfang 2025 mit KI-Modellen Aufsehen erregt, die mit wesentlich weniger Rechenleistung auskamen als vergleichbare US-Entwicklungen.

Der zeitliche Kontext verschärft die Lage zusätzlich. Nur einen Tag nach Bekanntwerden des Briefes meldete Reuters am 30. Januar, China habe DeepSeek grundsätzlich die Genehmigung erteilt, Nvidias leistungsstärkere H200-Chips zu erwerben – allerdings an noch auszuarbeitende Auflagen geknüpft. Die H200-Chips gelten als deutlich leistungsfähiger als die zuvor eingesetzten H800-Modelle und sind politisch hochsensibel.

Nvidia weist Sonderbehandlung zurück

Nvidia-Chef Jensen Huang meldete sich am 31. Januar öffentlich zu Wort und wies den Vorwurf einer Sonderbehandlung zurück. „Wann immer Entwickler unsere Software nutzen wollen, unterstützen wir sie offen", erklärte er gegenüber Bloomberg. Jeder KI-Entwickler weltweit arbeite in irgendeiner Form mit Nvidia zusammen. Die Unterstützung von DeepSeek sei Teil dieses offenen Entwickleransatzes gewesen.

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In einer offiziellen Stellungnahme betonte der Konzern, zum Zeitpunkt der Zusammenarbeit habe DeepSeek als legitimer kommerzieller Partner gegolten. Hinweise auf eine militärische Nutzung der Technologie seien nicht erkennbar gewesen. DeepSeek sei weder auf einer US-Sanktionsliste geführt worden noch öffentlich als militärnah bekannt gewesen.

Parallel dazu erhielt Nvidia jedoch auch positive Signale. Der führende Demokrat im House-Ausschuss für China, Ro Khanna, signalisierte heute Offenheit für den Verkauf der älteren „Hopper"-Generation von Chips nach China. „Wir sollten sicherstellen, dass unsere Chips in Kühlschränken und Geschirrspülern verwendet werden", erklärte Khanna gegenüber Reportern. Bei den neuesten Blackwell- und den kommenden Rubin-Chips zog er jedoch eine klare Grenze.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des politischen Gegenwinds zeigen sich Analysten weiterhin zuversichtlich. UBS erhöhte das Kursziel für die Nvidia-Aktie von 235 auf 245 Dollar und bekräftigte die Kaufempfehlung. Die Investmentbank erwartet für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 67,5 Milliarden Dollar – etwa 2,5 Milliarden Dollar über der Unternehmensleitung. Für das erste Quartal 2026 rechnet UBS mit etwa 76 Milliarden Dollar Umsatz.

Unterdessen plant ByteDance, Mutterkonzern von TikTok, laut Reuters-Bericht vom heutigen Tag über 160 Milliarden Yuan (etwa 22 Milliarden Dollar) für KI-Beschaffung in diesem Jahr auszugeben – ein erheblicher Teil davon für Nvidia-Chips. Die Nachfrage nach Nvidias Hochleistungschips bleibt somit trotz politischer Unsicherheiten robust. Die Zahlen für das vierte Quartal wird Nvidia am 25. Februar vorlegen.

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