Nvidia Aktie: Lagerrekord weckt Zweifel
Nvidia steht vor seinen Quartalszahlen am 25. Februar im Fokus der Investoren. Während die Aktie am Dienstag bei rund 190 US-Dollar stabil notierte, diskutieren Analysten eine brisante Kennzahl: Das Lager des KI-Chipriesen ist auf ein Rekordniveau von 19,7 Milliarden US-Dollar angeschwollen. Signalisiert das Überangebot – oder nur den Produktwechsel zur neuen Blackwell-Generation?
Lagertage steigen deutlich
Laut TipRanks ist Nvidias Lagerreichweite auf 105 Tage geklettert – deutlich über dem Drei-Jahres-Durchschnitt. Die Interpretation: Die Knappheit, die jahrelang für Premium-Preise sorgte, könnte schwinden. Analysten warnen, dass dies langfristig die beeindruckende Bruttomarge von rund 75 Prozent unter Druck setzen könnte.
Allerdings gibt es auch eine andere Lesart. Der Lageraufbau könnte schlicht den Übergang zur neuen Blackwell-Architektur widerspiegeln, bei der Nvidia Kapazitäten für den Hochlauf aufbaut. Ein fundamentaler Nachfragerückgang ist damit nicht zwingend belegt.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der hohen Lagerbestände hält die Investmentbank Bernstein an ihrer positiven Einschätzung fest. Die Begründung: "Das Wachstum im KI-Bereich hat weiterhin Momentum." Goldman Sachs geht sogar von einem Umsatzüberschuss von 2 Milliarden US-Dollar aus – und prognostiziert für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 etwa 67,3 Milliarden US-Dollar Erlöse. Zum Vergleich: Nvidia selbst hatte rund 65 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.
Die Zuversicht speist sich aus den massiven Investitionen der Cloud-Riesen:
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- Amazon plant für 2026 Investitionen von etwa 200 Milliarden US-Dollar
- Alphabet kalkuliert mit bis zu 185 Milliarden US-Dollar Capex
- Microsoft baut seine KI-Infrastruktur weiter aus
Fast 90 Prozent von Nvidias Umsatz stammen inzwischen aus dem Rechenzentrumsgeschäft – das Gaming-Segment rückt in den Hintergrund.
Mögliche Zoll-Entlastung im Gespräch
Eine potenzielle Erleichterung könnte aus Washington kommen. Laut Financial Times erwägt die Trump-Administration, große Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft und Google von Importzöllen auf Chips auszunehmen – sofern diese in KI-Projekte auf US-Boden fließen. Verwaltet würde die Regelung vom Handelsministerium und wäre an Investitionszusagen von TSMC gekoppelt, das rund 165 Milliarden US-Dollar in neue Halbleiterfabriken in Arizona steckt.
Blackwell vor Gaming
Nvidia trifft bewusst eine strategische Wahl: Wegen anhaltender Engpässe bei Hochgeschwindigkeitsspeicher fließen Ressourcen prioritär in KI-Blackwell-Chips statt in Consumer-Grafikkarten. Das Rechenzentrumsgeschäft bringt schlicht höhere Margen und steht im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie.
Am 25. Februar legt Nvidia die Zahlen für das vierte Fiskalquartal (endete am 26. Januar 2026) vor. Die erwartete Bruttomarge liegt bei etwa 75 Prozent – ob der Lagerbestand diese Marke mittelfristig gefährdet, wird eine der Schlüsselfragen der Analystenkonferenz sein.
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