Nvidia Aktie: KI-Investitionen
Nach einer kräftigen Erholung in den vergangenen beiden Handelstagen hat die Nvidia-Aktie gestern etwas Luft abgelassen. Im Fokus stehen dabei vor allem die ungewöhnlich hohen Investitionsbudgets der großen Tech-Konzerne – ein Signal, dass der Ausbau von KI-Infrastruktur weiterläuft. Doch wie nachhaltig ist dieser Nachfrageschub für Nvidias Chips?
- Zuletzt deutliche Kursgewinne nach zuvor fünf Verlusttagen in Folge
- Treiber: stark steigende Capex-Pläne der größten Internetkonzerne
- Nächster Prüfstein: Quartalszahlen am 25. Februar
Rally nach Sektorrotation – dann kleine Pause
Der Kurs sprang in wenigen Sitzungen deutlich an: Rund 7,9% Plus am Freitag und weitere etwa 4% am Montag beendeten die vorherige Schwächephase. Laut Bloomberg war allein der Freitag einer der größten Tagesgewinne der Börsengeschichte gemessen am Zuwachs der Marktkapitalisierung – Nvidia legte dabei um rund 325 Milliarden US-Dollar an Börsenwert zu.
Technisch wichtig: Die Aktie kletterte zurück über die viel beachtete 50-Tage-Linie. Gestern folgte dann ein moderater Rücksetzer. Die Aktie schloss bei 188,54 US-Dollar, nach einem Start bei 191,40 US-Dollar.
650-Milliarden-Dollar-Welle bei KI-Ausgaben
Der eigentliche Rückenwind kommt aus den Investitionsplänen der größten Tech-Unternehmen. Forbes zufolge wollen die vier größten Internetfirmen in diesem Jahr zusammen rund 650 Milliarden US-Dollar an Investitionen (Capex) stemmen – etwa 60% mehr als im Vorjahr.
Besonders auffällig: Amazon plant laut Bericht für 2026 Capex von 200 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 51% gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben von The Motley Fool sagte AWS-Chef Matt Garman zudem, man setze teils weiterhin sechs Jahre alte Nvidia-A100-Chips ein, weil die Nachfrage das Angebot nach wie vor übersteige. Wörtlich hieß es, AWS habe „nie einen A100-Server ausgemustert“.
Auch andere Hyperscaler melden hohe Budgets:
- Alphabet: 175 bis 185 Milliarden US-Dollar Capex für 2026 angepeilt
- Meta Platforms: 115 bis 135 Milliarden US-Dollar für 2026 erwartet (nach 72,2 Milliarden US-Dollar in 2025)
OpenAI-Finanzierung und Aussagen von Huang
DA Davidson verwies darauf, dass eine geplante Finanzierungsrunde von OpenAI mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar die Stimmung für börsennotierte Unternehmen verbessern könnte, die eng mit OpenAI verbunden sind. Analyst Gil Luria schrieb laut Barron’s, dass solche Unternehmen „deutlich neu bewertet“ werden könnten, wenn Investoren OpenAI als klaren Gewinner einordnen.
Nvidia-Chef Jensen Huang ging derweil auf Zweifel ein, ob der aktuelle Investitionszyklus zu lange auf hohem Niveau bleiben kann. In CNBCs „Halftime Report“ bezeichnete er die laufende Welle als den „größten Infrastrukturausbau der Menschheitsgeschichte“ und verwies auf „extrem hohe“ Nachfrage nach Rechenleistung. Als Beispiele nannte er, dass Meta klassische CPU-basierte Empfehlungssysteme zugunsten generativer KI umstellt und AWS Nvidia-basierte KI für Produktempfehlungen nutzt.
Zum Marktbild gehört aber auch: Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie weiter unter dem 52‑Wochen-Hoch von 212,19 US-Dollar (Ende Oktober 2025). Bewertungsseitig liegt Nvidia laut Motley-Fool-Auswertung bei etwa dem 25‑Fachen des erwarteten Gewinns, nach rund dem 24‑Fachen am Markttief im Frühjahr 2025.
Am 25. Februar liefert Nvidia mit den Zahlen zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den nächsten großen Datenpunkt – inklusive Ausblick, der zeigen dürfte, ob die derzeit angekündigten Investitionsbudgets der Kunden auch in konkrete Nachfrage nach KI-Hardware übersetzen.
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