Nvidia räumt eine zentrale Hürde im China-Geschäft aus dem Weg. Peking erlaubt erstmals wieder umfangreiche Importe neuer KI-Chips – ein Schritt, der monatelange Unsicherheit beendet und direkte Auswirkungen auf die Umsatzplanung hat. Parallel verschiebt sich die Machtbalance in der Halbleiter-Lieferkette, und Nvidia baut seine Fertigung breiter auf.

China gibt H200-Chips frei

Auslöser der aktuellen Nachrichtenlage ist die Bestätigung, dass chinesische Behörden den Import der ersten Charge von Nvidia-H200-Prozessoren genehmigt haben. Große Tech-Konzerne wie ByteDance, Alibaba und Tencent erhalten laut Berichten von Reuters und dem Wall Street Journal grünes Licht für den Kauf von mehr als 400.000 dieser Hochleistungs-Chips.

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Damit wird nach einer Phase regulatorischer Blockade plötzlich ein erhebliches Umsatzpotenzial real. Auf Basis eines geschätzten Stückpreises von rund 27.000 US-Dollar entspricht die jetzt genehmigte Tranche einem Volumen von knapp 11 Milliarden US-Dollar. Die US-Regierung hatte bereits Ende vergangenen Jahres Exportlizenzen unter strengen Auflagen erteilt, darunter eine Begrenzung auf 50 % des US-Absatzvolumens. Erst mit der nun erteilten Genehmigung aus Peking können diese Bestellungen tatsächlich in ausgewiesene Umsätze übergehen.

Nvidia löst Apple bei TSMC ab

Parallel zum Durchbruch in China verschieben sich die Gewichte in der Lieferkette. Neue Daten deuten darauf hin, dass Nvidia 2026 Apple als größten Kunden des Auftragsfertigers TSMC ablösen wird. Analystenschätzungen zufolge wird Nvidia in diesem Jahr rund 33 Milliarden US-Dollar Umsatz für die Taiwaner generieren und damit etwa 22 % des gesamten TSMC-Geschäfts ausmachen.

Damit überflügelt der Bedarf an KI-Hardware inzwischen sogar das Volumen des Smartphone-Riesen Apple, dessen Auftragsvolumen bei TSMC auf etwa 27 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Für den Markt ist das ein klares Signal: Der Investitionszyklus in Rechenzentren und KI-Infrastruktur treibt die Branche inzwischen stärker als klassische Endgeräte.

Strategische Weichenstellung mit Intel

Zusätzlich werden Pläne bekannt, die Fertigungsbasis breiter aufzustellen. Laut Berichten von DigiTimes plant Nvidia eine Kooperation mit Intel für die kommende GPU-Architektur „Feynman“, die für 2028 vorgesehen ist. Intel soll demnach die I/O-Dies fertigen und bis zu 25 % des Chip-Packagings übernehmen.

Diese Pläne fügen sich in das bereits bestätigte Engagement von Nvidia bei Intel ein: Im September 2025 investierte Nvidia 5 Milliarden US-Dollar in Intel-Aktien. Zusammen weisen beide Schritte auf eine vertiefte industrielle Partnerschaft hin, die das Risiko von Engpässen bei einzelnen Fertigungspartnern reduzieren soll.

Marktreaktion und Kennzahlen

Die Kombination aus China-Freigabe und starken Sektordaten sorgt für Rückenwind im gesamten Halbleitersegment. Der Markt verweist dabei auch auf Rekordaufträge bei Ausrüstern wie ASML (13,2 Milliarden Euro im vierten Quartal) und beim Speicherhersteller SK Hynix.

  • China: Genehmigung für über 400.000 H200-Chips (Alibaba, Tencent, ByteDance)
  • Umsatzpotenzial: Erste Tranche mit rund 11 Milliarden US-Dollar bewertet
  • Lieferkette: Nvidia wird 2026 voraussichtlich größter TSMC-Kunde (33 Milliarden US-Dollar, 22 % Umsatzanteil)
  • Fertigung: Geplante Aufteilung künftiger GPU-Produktion mit Intel („Feynman“ ab 2028)

An der Börse spiegelt sich der positive Nachrichtenmix in einem Kurs nahe dem Rekordniveau wider. Die Nvidia-Aktie schloss gestern bei 187,28 US-Dollar und liegt damit weniger als 2 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch.

Ausblick auf die nächsten Wochen

Spannend wird nun, wie stark sich die freigegebenen China-Orders in den Prognosen niederschlagen. Beim nächsten Quartalsbericht am 25. Februar 2026 dürfte Nvidia konkreter beziffern, in welchem Tempo die H200-Lieferungen in China in Umsatz und Auftragseingang durchschlagen. Ebenso im Fokus stehen wird die mittelfristige Kapazitätsplanung zusammen mit TSMC und die Rolle Intels in der Fertigung ab der „Feynman“-Generation, denn hier entscheidet sich, wie belastbar das aktuelle Wachstumstempo tatsächlich ist.

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