Nvidia kann aufatmen: Wichtige Genehmigungen aus Peking und eine Entspannung in der Lieferkette sorgen heute für deutlichen Auftrieb. Während der Chip-Gigant grünes Licht für den Export seiner H200-Chips nach China erhält, löst sich gleichzeitig ein kritischer Engpass in der Produktion. Hat das Unternehmen damit seine größten Wachstumsbremsen gelöst?

Grünes Licht für Tech-Giganten

Der entscheidende Treiber für die aktuelle Kursdynamik ist die Zulassung der H200-KI-Chips für den chinesischen Markt. Die Regierung in Peking hat den Import dieser Hochleistungsprozessoren für drei der größten Technologieunternehmen des Landes genehmigt: Alibaba, ByteDance und Tencent.

Diese Entwicklung markiert eine signifikante Wende in der Debatte um Exportkontrollen. Zuvor hatten Sorgen über strikte US-Verbote und mögliche chinesische Vergeltungsmaßnahmen die Stimmung der Anleger gedämpft. Die jetzige Genehmigung signalisiert, dass Nvidia seinen riesigen chinesischen Kundenstamm weiterhin mit konformer Hardware bedienen kann. Damit sichert sich der Konzern potenzielle Milliardenumsätze, die der Markt teilweise bereits als gefährdet eingestuft hatte.

Samsung löst Produktionsbremse

Parallel zur positiven Nachricht von der Nachfrageseite zeichnet sich eine Lösung für die kritischen Engpässe in der Lieferkette ab. Samsung Electronics wird im nächsten Monat mit der Massenproduktion von HBM4-Speicherchips (High Bandwidth Memory) beginnen, die spezifisch für Nvidias KI-Plattformen der nächsten Generation bestimmt sind.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Diese Partnerschaft geht direkt das Problem der Speicherknappheit an, welches Nvidias Fähigkeit zur Abarbeitung des massiven Auftragsbestands bisher limitierte. Mit Samsung als primärem Partner für HBM4 kann die Einführung der Blackwell-Architektur sowie der kommenden Rubin-Plattform beschleunigt werden. Marktbeobachter werten dies als klares Signal für schnell skalierende Auslieferungsmengen im Jahr 2026.

Enorme Erwartungen an Q4

Der Fokus der Märkte verschiebt sich nun zunehmend auf die anstehenden Zahlen zum vierten Geschäftsquartal. Die Erwartungshaltung ist ambitioniert: Analysten prognostizieren einen Umsatz von rund 65,59 Milliarden Dollar, was einem massiven Anstieg von knapp 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Beim Gewinn je Aktie (EPS) liegt der Konsens bei 1,52 Dollar, ein Plus von über 70 Prozent.

Auch institutionelle Analysten bleiben optimistisch. Evercore ISI bestätigte das "Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 352 Dollar, was vom aktuellen Niveau bei rund 188 Dollar ein erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert. Die Experten verweisen dabei auf den dominanten Marktanteil bei KI-Beschleunigern und den erfolgreichen Übergang zur Blackwell-Architektur.

Fazit

Die Nvidia-Aktie bricht dank der doppelten Impulse aus wiedereröffnetem China-Zugang und gestärkter Lieferkette aus ihrer jüngsten Konsolidierung aus. Mit der Exportfreigabe für Schlüsselkunden und dem Hochfahren der Speicherproduktion durch Samsung ist das Unternehmen gut aufgestellt, um die hohen Erwartungen im kommenden Quartalsbericht zu erfüllen. Der Markt preist derzeit ein Szenario ein, in dem Nvidia seine Vormachtstellung bei der KI-Infrastruktur bis weit ins späte Jahr 2026 behauptet.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...