BYD drängt mit einer aggressiven Roadmap für 2026 massiv auf die internationalen Märkte. Mit einem Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen und neuen strategischen Partnerschaften will der chinesische Autobauer Fakten schaffen. Doch während die Expansion in Asien voranschreitet, formiert sich in Nordamerika prominenter Widerstand gegen die Pläne. Kann der Konzern die geopolitischen Hürden überwinden?

Strategische Allianzen in Asien

Investoren blicken aktuell auf zwei operative Weichenstellungen. In Vietnam startete BYD gemeinsam mit Kim Long Motor den Bau einer Batteriefabrik in Huế. Das Projektvolumen beläuft sich auf 130 Millionen Dollar. Die Anlage ist zunächst auf eine Jahreskapazität von 3 GWh für Nutzfahrzeuge ausgelegt, eine Erweiterung auf 6 GWh für PKW ist bereits geplant. Dieser Schritt untermauert die Strategie, die lokale Wertschöpfung in südostasiatischen Produktionszentren zu erhöhen.

Parallel dazu vertieft der Konzern seine technische Basis. Am 26. Januar unterzeichneten BYD und ExxonMobil China eine Absichtserklärung zur Kooperation bei der Hybridtechnologie. Im Fokus steht die Entwicklung spezieller Flüssigkeiten und Materialien, um die Leistung von Plug-in-Hybriden (PHEV) weiter zu optimieren.

Gegenwind in Nordamerika

Besonders brisant gestalten sich die Ambitionen in Kanada. Berichten zufolge prüft BYD den Markteintritt, nachdem neue Handelsregeln ein Importkontingent von 49.000 chinesischen Elektroautos zu einem reduzierten Zollsatz von 6,1 Prozent (statt zuvor 100 Prozent) ermöglichen.

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Diese Pläne rufen die Konkurrenz auf den Plan. GM-Chefin Mary Barra warnte am Mittwoch eindringlich davor, dass die kanadische Politik Arbeitsplätze in der nordamerikanischen Fertigung bedrohe. Ungeachtet dieser Spannungen treibt BYD Machbarkeitsstudien für Kanada sowie für ein potenzielles zweites europäisches Werk voran, das die bestehende Produktion in Ungarn ergänzen soll.

Bewertung und Marktdaten

An der Börse spiegelt sich die Zuversicht in einer ambitionierten Bewertung wider. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21,7 notiert die Aktie spürbar über dem Branchendurchschnitt von 18,2. Finanzmodelle beziffern den fairen Wert auf etwa 136 HKD, was gegenüber dem Schlusskurs in Hongkong von 100,70 HKD noch Potenzial impliziert.

Die aktuellen Kennzahlen im Überblick:

  • Kurs Hongkong: 100,70 HKD
  • Kurs Shenzhen: 93,34 CNY
  • US-ADR: ca. 13,03 USD
  • Marktkapitalisierung: ca. 916 Milliarden HKD
  • Exportziel 2026: 1,3 Millionen Fahrzeuge

Der weitere Kursverlauf dürfte maßgeblich davon abhängen, ob BYD seine Exportziele trotz protektionistischer Maßnahmen in westlichen Märkten erreichen kann. Während die fundamentale Bewertung Wachstum einpreist, bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Risikofaktor für die Umsetzung der Roadmap 2026.

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