Mehr als eine Billion Dollar Marktkapitalisierung — weg. Nvidia hat seit seinem jüngsten Allzeithoch über 21 Prozent an Wert verloren. Hinter dem Kursrutsch stecken gleich mehrere Belastungsfaktoren, die sich gegenseitig verstärken.

Geopolitik und Inflation setzen den Ton

Der Konflikt im Nahen Osten trifft Nvidia auch operativ. Das Unternehmen hat seine Büros in Dubai geschlossen und rund 6.000 Mitarbeiter in Israel und der Region ins Homeoffice geschickt. Die geopolitische Instabilität hat zudem den Ölpreis angeheizt: Brent kletterte auf über 114 Dollar pro Barrel. Zusammen mit einem Kern-PCE-Inflationswert von 2,7 Prozent verschiebt sich der Zinsausblick — und das belastet besonders hoch bewertete Technologiewerte.

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Nvidia ist dabei nicht der einzige Verlierer. In der Woche bis zum 27. März verloren die sogenannten „Magnificent 7" gemeinsam über 850 Milliarden Dollar an Börsenwert. Meta büßte in dieser Woche 11 Prozent ein, Alphabet 9 Prozent — letzteres auch infolge einer verlorenen Gerichtsverhandlung. JPMorgan reagierte und senkte sein S&P-500-Jahresendziel auf 7.200 Punkte.

Aktienrückkäufe unter Beschuss

Parallel zur Kurskorrektur gerät Nvidias Kapitalallokation in die Kritik. Im Fiskaljahr 2026 (bis Januar 2026) gab das Unternehmen 40 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe aus — das entspricht etwa einem Drittel des Nettogewinns von 120 Milliarden Dollar. Kritiker weisen darauf hin, dass die Rückkäufe damit fast das Siebenfache der Investitionsausgaben (Capex: 6,1 Milliarden Dollar) ausmachten. CFO Colette Kress verteidigte die Strategie: Kapitalrückflüsse würden stets gegen die Priorität abgewogen, das globale KI-Ökosystem zu unterstützen. Noch offen ist ein Rückkaufprogramm im Volumen von 58,5 Milliarden Dollar.

Nachfrage bleibt strukturell intakt

Trotz des Kursrückgangs — die Aktie notiert aktuell rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 179,62 Euro — signalisieren Infrastrukturprojekte weltweit anhaltend hohe Nachfrage nach Nvidia-Hardware. Taiwan plant für das dritte Quartal 2026 die Inbetriebnahme seines schnellsten Supercomputers „Nano 4": Das System integriert 220 H200-Knoten sowie zwei GB200-NVL72-Systeme mit je 72 Blackwell-GPUs und soll Taiwans nationale Rechenkapazität auf 114,31 Petaflops verdreifachen.

Die Analystengemeinde bleibt trotz der Korrektur überwiegend optimistisch. Laut TipRanks empfehlen 41 von 42 Analysten die Aktie zum Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 273,34 Dollar — ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.

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