Gold: Renditedruck schlägt Geopolitik
Steigende Ölpreise, Konflikte im Nahen Osten, Houthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer – eigentlich ein klassisches Umfeld für Gold als sicherer Hafen. Trotzdem gab das Edelmetall heute nach. Der LBMA-Morgenfixing fiel auf 3.437,33 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von 1,28 Prozent.
Warum die Geopolitik diesmal nicht zieht
Der entscheidende Gegenwind kommt von den US-Anleihemärkten. Steigende Treasury-Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall – Kapital wandert in renditebringende Anlagen. Gleichzeitig legte der US-Dollar zu, der USD/JPY-Kurs kletterte auf 159,91. Ein starker Dollar macht Gold für internationale Käufer teurer und drückt zusätzlich auf den Preis.
Auch der Ölpreisanstieg – Brent stieg auf 107,57 Dollar – lieferte diesmal keinen Rückenwind. Hohe Energiepreise gelten zwar als Inflationssignal, das Gold stützen sollte. Marktbeobachter werten den Anstieg aktuell jedoch als Argument für eine anhaltend restriktive Fed-Politik, was den Renditedruck weiter verstärkt. Das überdurchschnittliche Handelsvolumen – 12 Prozent über dem 20-Tage-Durchschnitt – deutet dabei auf institutionelle Verkäufe hin, nicht auf einfaches Gewinnmitnahmen.
Technisches Bild bleibt angespannt
Charttechnisch hat sich die Lage eingetrübt. Am 25. März bestätigte sich ein sogenanntes Bear Cross: Die 21-Tage-Linie fiel unter die 50-Tage-Linie. Der Kurs notiert deutlich unterhalb des 20-Tage-EMA bei 4.735 Dollar, der nun als Widerstand wirkt. Der RSI liegt bei 34,76 – nah am überverkauften Bereich, aber noch nicht dort. Weitere Verluste sind technisch möglich.
Als nächste Unterstützung gilt das März-Monatstief bei 4.375 Dollar. Darunter wartet der 200-Tage-Durchschnitt bei 4.122 Dollar.
Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten
Die Richtung für die nächsten Handelstage dürften die anstehenden US-Konjunkturdaten vorgeben. Sowohl die JOLTS-Stellenangebote als auch der Arbeitslosenreport stehen auf der Agenda. Solide Zahlen würden die hawkishe Fed-Haltung untermauern und Gold weiter unter Druck setzen. Schwächere Daten hingegen könnten eine technische Gegenbewegung in Richtung der 4.500-Dollar-Marke auslösen.
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