Alibaba baut seine Unabhängigkeit von westlicher Chip-Technologie konsequent aus — auf zwei Wegen gleichzeitig. Einerseits plant der Konzern gemeinsam mit ByteDance größere Bestellungen des neuen Huawei-Prozessors Ascend 950PR, andererseits hat die hauseigene Chip-Sparte T-Head gerade einen eigenen Server-Chip vorgestellt.

Huawei als Partner, RISC-V als Fundament

Der Huawei Ascend 950PR ist auf KI-Inferenzaufgaben ausgelegt und soll ab April in Massenproduktion gehen. Huawei plant, 2026 rund 750.000 Einheiten auszuliefern. Besonders relevant für Entwickler: Der Chip bietet verbesserte Kompatibilität mit Nvidias CUDA-Software-Ökosystem, was die Integration in bestehende KI-Workloads erleichtern soll. Der Standardpreis liegt bei rund 50.000 Yuan (etwa 7.200 US-Dollar) pro Karte, eine Premium-Variante mit HBM-Speicher kostet etwa 70.000 Yuan.

Parallel dazu stellte T-Head Ende März den XuanTie C950 vor — einen 5-Nanometer-Prozessor auf Basis der Open-Source-Architektur RISC-V. Alibaba bezeichnet ihn als schnellsten RISC-V-Prozessor der Welt, mehr als dreimal so leistungsfähig wie sein Vorgänger C920. Der Chip ist speziell für Cloud- und KI-Agenten-Workloads konzipiert und soll autonome Unternehmenssoftware mit Rechenkapazität versorgen.

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Investoren reagieren unterschiedlich

Während Alibaba technologisch voranschreitet, zeigen institutionelle Anleger ein gemischtes Bild. Exchange Traded Concepts LLC erhöhte seine Position im vierten Quartal 2025 um 37,1 % auf rund 100.700 Aktien. KMG Fiduciary Partners hingegen reduzierte seinen Bestand um 26,4 %. Die Gesamtquote institutioneller Investoren liegt aktuell bei 13,47 %.

Das operative Umfeld bleibt anspruchsvoll. Die Cloud-Sparte wuchs zuletzt um 36 % im Jahresvergleich, KI-Workloads verzeichneten dreistellige Zuwachsraten — doch die hohen Investitionskosten drücken auf den Gewinn, der im jüngsten Quartal um rund zwei Drittel einbrach. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 20 % verloren und notiert deutlich unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 161,60 Euro.

Analysten senken Kursziele

Die Analystengemeinde bleibt mehrheitlich positiv gestimmt, passt ihre Erwartungen aber an. Susquehanna hält an seiner positiven Einschätzung fest, senkte das Kursziel jedoch von 190 auf 170 US-Dollar. DZ Bank stufte die Aktie von „Kaufen" auf „Halten" herab und setzt das Ziel bei 135 US-Dollar. Der Konsens lautet weiterhin „Moderate Buy" — allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Margenbelastung durch die KI-Investitionsoffensive anhält.

Neben dem Chip-Aufbau treibt Alibaba auch die Anwendungsseite voran: „Accio", ein KI-Agent für globales Supply-Chain-Management, befindet sich im Rollout. Das Qwen-Modell wurde zudem als offizieller KI-Assistent für die Winterolympiade Mailand 2026 ausgewählt.

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