Novo Nordisk hat an der Börse zuletzt massiv an Boden verloren. Doch inmitten gesenkter Prognosen und wachsendem Konkurrenzdruck sendet der Pharma-Riese nun ein positives Signal aus Brüssel. Die EU-Kommission hat grünes Licht für eine hochdosierte Version des Abnehm-Bestsellers Wegovy gegeben – ein strategisch notwendiger Schritt, um die Marktführerschaft gegen Rivalen wie Eli Lilly zu verteidigen.

Stärkere Waffe gegen Adipositas

Die Entscheidung der Europäischen Kommission erlaubt Ärzten in allen 27 EU-Staaten künftig den Einsatz einer Erhaltungsdosis von 7,2 mg. Diese Option richtet sich an erwachsene Patienten, die nach der Standardbehandlung mit 2,4 mg noch weiteres Gewicht verlieren müssen. Die Verabreichung erfolgt vorerst über drei Injektionen in einer Sitzung, ein Antrag für einen komfortableren Einmal-Pen liegt den Behörden jedoch bereits vor.

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Das wissenschaftliche Fundament für diese Zulassung lieferte die Phase-III-Studie „STEP UP“. Die Daten zeigen, dass Patienten mit der höheren Dosis durchschnittlich 20,7 Prozent ihres Körpergewichts verloren – im Vergleich zu 17,5 Prozent bei der Standarddosis. Bemerkenswert ist die Qualität der Gewichtsabnahme: Über 80 Prozent des Verlusts entfielen auf Fettmasse, während die Muskelfunktion weitgehend erhalten blieb.

Strategische Bedeutung im Wettbewerb

Dieser regulatorische Erfolg kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Novo Nordisk steht unter Zugzwang, da der US-Konkurrent Eli Lilly mit seinem Präparat Mounjaro (Tirzepatid) Marktanteile erobert. Die leistungsstärkere Wegovy-Variante ist ein zentraler Baustein, um die Position in Europa zu festigen, während eine Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA noch aussteht.

Parallel dazu investiert der Konzern weiter in seine Zukunft: In dieser Woche startete eine Phase-2-Studie für den neuen Wirkstoffkandidaten UBT251. Diese Innovationskraft ist dringend erforderlich, nachdem die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten rund 48 Prozent an Wert eingebüßt hat. Hintergrund des Kursverfalls waren unter anderem enttäuschende Prognosen für 2026, die einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von bis zu 13 Prozent vorsehen.

Blick nach vorn

Die EU-Zulassung verschafft Novo Nordisk eine wichtige operative Atempause und erweitert das therapeutische Arsenal. Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf die ausstehende Entscheidung der FDA in den USA sowie die erfolgreiche Markteinführung des geplanten Einmal-Pens, um die Anwendung für Patienten zu vereinfachen.

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