Novo Nordisk hat grünes Licht aus Europa erhalten – und das zur rechten Zeit. Am 17. Februar 2026 genehmigte die EU-Kommission eine höhere 7,2-mg-Erhaltungsdosis für das Abnehmmedikament Wegovy (Semaglutid). Die Zulassung verschafft dem dänischen Pharmakonzern eine neue Waffe im verschärften Wettbewerb um den Milliardenmarkt für Adipositas-Therapien, nachdem die Aktie Anfang Februar drastisch abgestürzt war.

Studiendaten überzeugen Regulierer

Die Genehmigung gilt für alle 27 EU-Mitgliedstaaten und betrifft erwachsene Patienten mit Adipositas. Grundlage der Entscheidung sind die Ergebnisse der STEP-UP-Studie mit 1.407 Teilnehmern. Nach 72 Wochen Behandlung verloren Patienten mit der 7,2-mg-Dosis durchschnittlich rund 21 Prozent ihres Körpergewichts.

Die bislang zugelassene 2,4-mg-Dosis hatte in früheren Studien einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 17,5 Prozent gezeigt. Besonders bemerkenswert: Etwa ein Drittel der Teilnehmer an der höheren Dosierung verlor mindestens 25 Prozent des Körpergewichts. Bis ein entsprechender Einzel-Pen verfügbar wird – möglicherweise noch 2026 – können Ärzte die neue Dosierung als drei gleichzeitige 2,4-mg-Injektionen verschreiben.

Zulassung nach drastischem Kurseinbruch

Der regulatorische Erfolg kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Am 4. Februar brach die Novo Nordisk Aktie um 15 bis 18 Prozent ein, nachdem das Management eine enttäuschende Prognose für 2026 vorgelegt hatte.

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Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn zwischen 5 und 13 Prozent. Als Hauptgründe nannte die Führung niedrigere realisierte Preise in den USA – getrieben durch staatliche Preisverhandlungen und den intensiven Wettbewerb mit Eli Lilly. Der US-Konkurrent hat mit seinen GLP-1-Produkten deutlich Marktanteile gewonnen und prognostiziert für den gleichen Zeitraum robustes Wachstum.

Aktuell notiert die Novo Nordisk Aktie an der NYSE im Bereich von 49 bis 50 US-Dollar, deutlich unter den 52-Wochen-Hochs.

Aktienrückkäufe und juristische Offensive

Novo Nordisk versucht, mit Kapitalmaßnahmen gegenzusteuern. Seit dem 4. Februar läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden DKK für die Dauer von zwölf Monaten. Parallel dazu geht das Unternehmen rechtlich gegen Anbieter wie Hims & Hers vor, die Semaglutid in kompoundierter Form verkaufen – unter Verweis auf Sicherheitsbedenken.

Die Analystenmeinungen bleiben gespalten. Barclays senkte kürzlich das Kursziel mit Verweis auf die schwache Jahresprognose. Jefferies hingegen stufte die Aktie am 12. Februar auf „Hold" hoch – die aktuelle Bewertung habe bereits einen Großteil der negativen Aussichten eingepreist.

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