Die Aktie des dänischen Pharmariesen steht seit Wochen unter massivem Druck, nachdem die Prognose für 2026 die Märkte enttäuschte. Gestern gab es jedoch einen operativen Lichtblick aus Brüssel: Die EU-Kommission hat eine hochdosierte Variante des Abnehm-Bestsellers Wegovy genehmigt. Kann dieser strategische Erfolg die Stimmung bei den Anlegern drehen oder überwiegen die Sorgen um den US-Markt?

Neue Optionen für Ärzte

Mit der gestrigen Entscheidung dürfen Ärzte in allen 27 EU-Mitgliedstaaten nun eine wöchentliche Erhaltungsdosis von 7,2 mg verschreiben. Diese Erweiterung richtet sich spezifisch an erwachsene Patienten, die nach der Behandlung mit der bisherigen Höchstdosis von 2,4 mg weiteren Gewichtsverlust benötigen. Die Genehmigung folgt einer positiven Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vom Dezember 2025.

Vorerst wird die höhere Dosis durch drei aufeinanderfolgende Injektionen von je 2,4 mg in einer Sitzung verabreicht. Novo Nordisk hat jedoch bereits die Zulassung für einen speziellen Pen zur Einmalgabe beantragt, der vorbehaltlich behördlicher Zustimmung noch in diesem Jahr verfügbar sein könnte. Während Großbritannien die 7,2-mg-Variante bereits zugelassen hat, steht die Entscheidung der US-Behörde FDA noch aus.

Überzeugende Studiendaten

Ausschlaggebend für die Zulassung waren Daten einer Phase-III-Studie über 72 Wochen an 1.407 Erwachsenen. Teilnehmer der 7,2-mg-Gruppe erzielten einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 20,7 Prozent, verglichen mit 17,5 Prozent bei der niedrigeren Dosierung. Ein wesentlicher Aspekt der höheren Dosierung ist laut Unternehmensangaben zudem die gezielte Unterstützung der Gewichtsreduktion bei gleichzeitigem Erhalt der Muskelfunktion.

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Aktienrückkauf und Kursdruck

Parallel zur Produktentwicklung treibt das Management das Aktienrückkaufprogramm voran. Seit Anfang Februar wurden B-Aktien im Wert von rund 534 Millionen DKK erworben. Dies ist Teil eines umfassenderen Plans, über zwölf Monate eigene Anteile im Volumen von bis zu 15 Milliarden DKK zurückzukaufen.

Trotz dieser Maßnahmen bleibt das Börsenumfeld schwierig. Die Aktie notierte zuletzt bei 49,37 USD und hat sich damit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei fast 94 USD weit entfernt. Hauptgrund für den massiven Abverkauf war die Prognose vom 3. Februar: Für 2026 erwartet der Konzern Umsatz- und Gewinnrückgänge zwischen 5 und 13 Prozent, primär ausgelöst durch den Preisdruck bei GLP-1-Medikamenten im wichtigen US-Markt.

Die neue EU-Zulassung stärkt zwar die Produktpipeline und die Wettbewerbsposition in Europa, ändert jedoch kurzfristig wenig an der fundamentalen Problematik der sinkenden Preise in den USA. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die Volumenausweitung durch neue Dosierungen die Margendruck-Effekte mittelfristig kompensieren kann.

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