Nordex Aktie: Rekord verpufft
Nordex liefert operative Bestwerte und füllt die Auftragsbücher so schnell wie nie zuvor. Dennoch reagiert der Kurs am Dienstagmorgen überraschend kühl auf die Erfolgsmeldung. Offenbar hatten die Märkte den Boom bereits eingepreist, was die Aktie nun in eine Wartestellung zwingt.
Die wichtigsten Fakten:
* Rekordjahr: Auftragseingang 2025 steigt um 22,5 % auf 10,2 Gigawatt (GW).
* Schlussspurt: Allein im Q4 kamen Bestellungen über 3,6 GW hinzu.
* Preisniveau: Durchschnittspreis stabil bei 0,89 Mio. Euro pro Megawatt.
Die nackten Zahlen lesen sich beeindruckend: Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das MDax-Unternehmen so viele Bestellungen eingesammelt wie nie zuvor. Der Auftragseingang kletterte auf den Rekordwert von 10,2 Gigawatt, wobei allein das vierte Quartal mit einem Zuwachs von gut neun Prozent zum Vorjahr stark ausfiel. Besonders aus den Kernmärkten Deutschland, Kanada und Frankreich kamen signifikante Impulse.
Dennoch bleibt die Initialzündung für den Aktienkurs aus. Der Markt hatte diesen Erfolg antizipiert, da Nordex in den vergangenen Wochen bereits kontinuierlich Großaufträge gemeldet hatte. Der Überraschungseffekt fehlte am Dienstagmorgen fast vollständig, weshalb das Papier bei 32,02 Euro weitgehend auf der Stelle tritt.
Preisstabilität statt Margensprung
Ein wesentlicher Grund für die verhaltene Reaktion dürfte im Detail der Meldung liegen. Zwar stimmt das Volumen, doch der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) pro Megawatt verharrt im vierten Quartal stabil bei 0,89 Millionen Euro. Auf Jahressicht lag dieser Wert mit 0,91 Millionen Euro nur leicht über dem Vorjahresniveau.
Investoren suchen nach der beeindruckenden Rallye der letzten Monate verstärkt nach Beweisen für eine steigende Profitabilität. Dass die Preise trotz der hohen Nachfrage stagnieren, dämpft die Fantasie für eine schnelle Margenausweitung. Analysten werten die Lage unterschiedlich: Während Experten von Jefferies die anhaltende Dynamik loben, bleibt die kanadische Bank RBC skeptisch und stuft den Titel weiterhin mit "Underperform" ein.
Konsolidierung auf hohem Niveau
Die aktuelle Verschnaufpause muss im historischen Kontext betrachtet werden. Die Nordex-Aktie hat auf Sicht von zwölf Monaten rund 174 Prozent zugelegt. Selbst seit Jahresbeginn steht bereits ein Plus von 5,82 Prozent zu Buche. Dass Anleger nach solchen Anstiegen bei "Good News" Gewinne mitnehmen oder abwarten, ist ein klassisches Muster.
Technisch betrachtet notiert der Kurs weiterhin deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 22,42 Euro, hat aber den direkten Angriff auf das 52-Wochen-Hoch bei 33,32 Euro vorerst abgebrochen. CEO José Luis Blanco sieht im Auftragsbestand ein solides Fundament für die Zukunft, doch für neue Kursimpulse braucht der Markt nun mehr als nur Umsatzwachstum. Entscheidend für die weitere Richtung werden die detaillierten Jahresergebnisse sein, bei denen Nordex beweisen muss, dass die vollen Bücher auch in profitable Erträge umgemünzt werden können.
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