Deutsche Telekom Aktie: Ausbauplan
Satellit statt Funkmast: Die Deutsche Telekom spannt mit Starlink ein neues Netz über Europa – und will damit genau dort Empfang liefern, wo der klassische Ausbau an Grenzen stößt. Der Deal kommt nicht aus dem Nichts: Starke Zahlen für 2025, ein laufender Aktienrückkauf und eine selbstbewusste Prognose für 2026 liefern das finanzielle Fundament. Doch was bringt die Partnerschaft konkret – und warum ist sie für die Strategie so wichtig?
Starlink-Deal: Mobilfunk aus dem All ab 2028
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat die Telekom eine Kooperation mit SpaceX-Tochter Starlink bestätigt. Geplant ist ein satellitenbasierter Mobilfunkdienst in zehn europäischen Ländern – Starttermin: 2028. Besonders: Es soll Europas erster Launch mit Starlink-Satelliten der zweiten Generation (V2) werden.
Das Angebot ist für Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Griechenland, Kroatien, Montenegro und Nordmazedonien vorgesehen. Ziel ist es, Funklöcher zu schließen, die sich mit terrestrischen Netzen nur schwer beseitigen lassen – etwa in Schutzgebieten, Wäldern oder bergigen Regionen.
Der Clou: Kunden sollen keine zusätzliche Hardware benötigen. Moderne Smartphones können bei fehlendem Mobilfunksignal automatisch auf die Satellitenverbindung wechseln. Telekom und Starlink sprechen damit über eine mögliche Satelliten-zu-Mobil-Abdeckung für mehr als 140 Millionen Abonnenten in den zehn Ländern. Für Deutschland ergänzt das einen Status, den der Konzern bereits betont: knapp 90% 5G-Flächenabdeckung – die Satellitenlösung soll die verbleibenden weißen Flecken adressieren und die Netzrobustheit in Ausnahmesituationen wie Naturkatastrophen oder längeren Stromausfällen erhöhen.
MWC-Schwerpunkt zwei: KI im Telefonat, Netztechnik mit Nokia
Neben Satellitenkonnektivität setzt die Telekom auf KI als zweite Säule. Unter dem Motto „Magenta AI at Scale. Human at Heart“ wurde der „Magenta AI Call Assistant“ als Weltpremiere vorgestellt. Die Funktion soll während eines laufenden Telefonats unterstützen – ohne separate App und ohne zusätzliche Hardware. Partner ist ElevenLabs.
Wichtig für die Einordnung: Laut Darstellung des Konzerns greift der Assistent nur bei expliziter Aktivierung durch den Kunden; ohne Aktivierung werden keine Gesprächsdaten gespeichert oder analysiert.
Parallel dazu erweitert die Telekom die Zusammenarbeit mit Nokia. Im Fokus stehen cloudbasierte, stärker entkoppelte („disaggregierte“) und „KI-native“ RAN-Technologien. In der Co-Creation-Partnerschaft soll Nokia intelligentere und autonomere Netzwerkfunktionen über Cloud-, Edge- und Funkdomänen vorantreiben.
Zahlen 2025, Rückkauf und 2026-Fahrplan
Operativ kommt die Offensive mit Rückenwind: 2025 stieg der Umsatz organisch um 4,2% auf 119,1 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 4,7% auf 44,2 Mrd. Euro zu. Der Free Cashflow AL lag mit 20,2 Mrd. Euro über der eigenen Planung. Das bereinigte Nettoergebnis kletterte auf 9,7 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 2,00 Euro.
T-Mobile US blieb der zentrale Wachstumstreiber: Service-Umsatz plus 7,8% auf 71,3 Mrd. US-Dollar, bereinigtes EBITDA AL plus 6,8% auf 33,0 Mrd. US-Dollar. Dazu kamen 7,8 Mio. neue Postpaid-Kunden (nach 6,1 Mio. im Jahr 2024). Im Februar 2026 erhöhte die Telekom zudem ihren Anteil an der US-Tochter auf 52,8%.
In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild: Gesamtumsatz -0,4% auf 25,6 Mrd. Euro, vor allem wegen niedrigerer Geräteumsätze. Der Service-Umsatz wuchs organisch um 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro. Beim Glasfaser-Ausbau meldete der Konzern 2,5 Mio. neue Anschlüsse 2025; insgesamt sind 12,6 Mio. Haushalte erreichbar. Ziel: mindestens 25 Mio. bis 2030. Zudem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden überschritten.
Für Aktionäre relevant: Für 2025 soll eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (Vorjahr 0,90 Euro). Dazu läuft ein Aktienrückkauf: Allein vom 23. bis 27. Februar 2026 kaufte die Telekom 1.140.238 Aktien zurück; seit dem 5. Januar bis einschließlich 27. Februar 2026 summiert sich das auf 11.150.881 Aktien.
Die Guidance für 2026 setzt den Rahmen: bereinigtes EBITDA AL rund 47,4 Mrd. Euro (rund +7%), Free Cashflow AL etwa 19,8 Mrd. Euro, bereinigtes Ergebnis je Aktie rund 2,20 Euro (währungsbereinigt etwa +10%).
Am Marktbild lässt sich zumindest ablesen: Trotz -1,44% in den vergangenen sieben Tagen liegt die Aktie auf 30 Tage gesehen mit +14,14% klar im Plus (Schlusskurs gestern: 32,93 Euro) und notiert deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 29,48 Euro.
Zum Kalender: Die Hauptversammlung ist für den 1. April 2026 angesetzt, die Q1-Zahlen folgen am 13. Mai 2026. Genau dort wird sich zeigen, ob die starke 2025er-Basis und die 2026er-Ziele die technologische Expansion weiter tragen.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 04. März liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








