Nokia Aktie: Neutrale Bestandsaufnahme
Nokia liefert solide Quartalszahlen ab – und setzt gleichzeitig auf einen tiefgreifenden Umbau. Trotzdem reagierte der Markt diese Woche nervös. Der Grund liegt weniger bei Nokia selbst, sondern bei einer größeren Sorge: Zahlt sich der KI-Boom in der Tech-Branche wirklich so aus, wie viele hoffen?
Zahlen besser als erwartet – aber nicht perfekt
Im vierten Quartal 2025 stiegen die vergleichbaren Erlöse auf 6,13 Mrd. Euro. Das lag über den Analystenerwartungen. Beim operativen Ergebnis blieb Nokia mit 1,06 Mrd. Euro zwar leicht unter dem Vorjahreswert (1,09 Mrd. Euro), bewegte sich aber grob im Rahmen dessen, womit der Markt gerechnet hatte. Die operative Marge lag bei 17,3%.
Auf Jahressicht meldete Nokia für 2025 unter anderem 19,9 Mrd. Euro vergleichbaren Umsatz sowie 1,5 Mrd. Euro Free Cashflow. Diese Cashflow-Stärke ist wichtig, weil sie zeigt, dass das Geschäft nicht nur auf dem Papier wächst, sondern auch Mittel für Investitionen und Ausschüttungen generiert.
KI treibt Optical Networks – und den Strategiewechsel
Zum auffälligsten Wachstumstreiber wurde das Geschäft mit Optical Networks: plus 17% Umsatz im Quartal. Nokia verweist hier auf starke Auftragseingänge, der Book-to-bill lag über 1. Treiber sind Nachfrage aus KI- und Cloud-Infrastruktur – also genau dort, wo gerade weltweit neue Rechenzentren und Netzkapazitäten aufgebaut werden.
Passend dazu hat Nokia zum 1. Januar 2026 die Organisation neu zugeschnitten. Künftig gibt es zwei zentrale Segmente:
- Network Infrastructure (u.a. Optical, IP, Fixed): Wachstumsfokus, geführt von David Heard
- Mobile Infrastructure (u.a. Core, Radio, Standards): vorübergehend unter CEO Justin Hotard gebündelt
- Zusätzlich bündelt Portfolio Businesses Aktivitäten, die nicht als Kern für die künftige Strategie gelten
Die Logik dahinter: Nokia will klarer zeigen, wo das KI-getriebene Wachstum entstehen soll – und welche Bereiche eher verwaltet oder perspektivisch anders eingeordnet werden.
Ausblick 2026, Dividende – und der Kurskontext
Für 2026 stellt Nokia einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,0 bis 2,5 Mrd. Euro in Aussicht. Laut Reuters stuften Jefferies-Analysten diese Spanne als „etwas konservativ“ ein. Zusätzlich rechnet Nokia im Bereich Network Infrastructure mit 6–8% Umsatzwachstum, während IP und Optical zusammen 10–12% zulegen sollen. Beim Free Cashflow peilt der Konzern eine Conversion von 55–75% an.
Außerdem wurde eine Dividende von 0,03 Euro je Aktie beschlossen (Record Date: 3. Februar, Auszahlung: 12. Februar). Für das Gesamtjahr 2025 soll die Dividendenermächtigung bei 0,14 Euro je Aktie bleiben.
Und warum fiel die Aktie im Umfeld der Zahlen dennoch? Der Quelltext nennt als Auslöser vor allem breitere Marktsorgen rund um KI-Investitionen nach den Microsoft-Zahlen. Diese Debatte trifft Nokia besonders, weil ein Teil der jüngsten Wachstumsstory direkt an KI-Infrastruktur hängt. Technisch steht der Titel zudem trotz des heutigen Tagesplus weiter unter Druck: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie rund 17% im Minus.
Im Kalender stehen als nächste Fixpunkte der Geschäftsbericht in der Woche ab dem 2. März 2026 und die Q1-Zahlen am 23. April 2026 – dort dürfte sich zeigen, ob das starke Momentum im Optical-Geschäft und die neue Struktur die Erwartungen an 2026 tatsächlich untermauern.
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