Für den finnischen Telekommunikationskonzern Nokia steht eine entscheidende Woche bevor. Während Analysten ihre Kursziele anheben und neue Großaufträge für Optimismus sorgen, hat die Aktie zuletzt deutlich korrigiert. Nun richten sich alle Augen auf die kommenden Quartalszahlen, die zeigen müssen, ob das fundamentale Wachstum mit der jüngsten Marktstimmung mithalten kann.

Die Erwartungen im Überblick

Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, öffnet Nokia seine Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Nach einem starken Vorquartal, in dem das Unternehmen die Prognosen übertreffen konnte, liegt die Messlatte hoch. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn pro Aktie von 0,17 US-Dollar und einem Umsatz von rund 6,1 Milliarden US-Dollar.

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Die Präsentation der Zahlen dürfte auch Aufschluss darüber geben, wie gut die Monetarisierungsstrategie im 5G-Bereich greift. Der Webcast um 11:30 Uhr finnischer Zeit wird daher genau beobachtet werden.

Operative Erfolge und Analystenlob

Ungeachtet der jüngsten Kurschwankungen gab es operativ positive Nachrichten. Erst diese Woche sicherte sich Nokia einen wichtigen Vertrag mit dem belgischen Betreiber Proximus. Dabei ersetzt der Konzern das System eines Wettbewerbers komplett und migriert den gesamten Kundenstamm auf die eigene Plattform. Dieser Schritt festigt Nokias Position im Bereich der Cloud-Netzwerkinfrastruktur.

Auch an der Wall Street fand der Konzern zuletzt mehr Zuspruch:
* Morgan Stanley: Hochstufung auf "Overweight" Mitte Januar, begründet mit Potenzialen bei KI und Cloud.
* Kepler Cheuvreux: Upgrade auf "Buy".
* Raymond James & Deutsche Bank: Bestätigung positiver Einschätzungen.

Acht Analysten empfehlen die Aktie derzeit zum Kauf, was in einem Konsens-Rating von "Moderate Buy" resultiert.

Technische Lage und neue Handelsinstrumente

Interessant für das Marktgeschehen ist zudem der Start des "LNOK" ETF von Defiance ETFs in dieser Woche. Es ist der erste ETF, der die tägliche Kursbewegung von Nokia zweifach gehebelt abbildet. Dies könnte künftig für erhöhte Volatilität und Liquidität im Handel sorgen.

Trotz der positiven Nachrichtenlage zeigt der Blick auf die Kursdaten eine kurzfristige Schwäche. Auf 30-Tage-Sicht verlor das Papier rund 14,5 Prozent an Wert. Mit einem RSI (Relative Strength Index) von 19,3 gilt der Titel technisch inzwischen als stark überverkauft. Der aktuelle Kurs liegt etwa 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025.

Sollte Nokia am 29. Januar mit den Zahlen überzeugen und einen soliden Ausblick liefern, könnte dies der Impuls sein, den die Aktie für eine Stabilisierung benötigt.

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