Nokia hat sich eine mehrjährige Vertragsverlängerung mit dem britischen Telekommunikationsanbieter Virgin Media O2 gesichert. Während die Lieferung modernster 5G-Technologie verlässliche Einnahmen garantiert, offenbart ein Blick auf die Details die harte Realität im europäischen Infrastruktursektor. Der schwedische Erzrivale Ericsson sichert sich bei dem Großprojekt nämlich das etwas größere Stück vom Kuchen.

Fokus auf KI und Netzwerkkapazität

Im Rahmen der am Dienstag bekannt gegebenen Vereinbarung liefert Nokia sein aktuelles AirScale-Portfolio an die Briten. Dazu gehören energieeffiziente Basisband-Technologien und KI-gestützte Plattformen, die den Übergang zum fortschrittlicheren 5G-Advanced-Standard erleichtern sollen. Virgin Media O2 investiert im laufenden Jahr rund 700 Millionen Pfund in sein Mobilfunknetz. Ziel ist es, die Kapazitäten für anspruchsvolle Unternehmensanwendungen und maßgeschneiderte Netzwerkdienste deutlich auszubauen.

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Harter Kampf um Marktanteile

Obwohl der Auftrag für Nokia eine wichtige Einnahmequelle stabilisiert, bleibt das Marktumfeld äußerst kompetitiv. Bei dem groß angelegten Modernisierungsprogramm wurde die britische Netzwerkinfrastruktur strategisch aufgeteilt. Berichten zufolge agiert Ericsson als primärer Partner und sichert sich einen Marktanteil von etwa 55 Prozent, während Nokia die restlichen 45 Prozent bedient. Diese Aufteilung unterstreicht die anhaltende Rivalität der beiden nordischen Ausrüster um die Vorherrschaft bei europäischen Tier-1-Betreibern.

Margendruck bleibt bestehen

Für Nokia ist die Sicherung solcher mehrjährigen Verträge ein essenzieller Baustein, um das langfristige Finanzziel eines operativen Gewinns zwischen 2,7 und 3,2 Milliarden Euro bis 2028 zu erreichen. Gleichzeitig drücken parallele Ausschreibungsprozesse großer Netzbetreiber weiterhin auf die Preise und die Profitabilität der Ausrüster.

An der Börse reagierten Anleger am Dienstag gelassen auf die Meldung; die Aktie notierte nahezu unverändert bei 6,89 Euro. Dennoch blicken Investoren auf einen starken Trend zurück, in dem das Papier seit Jahresbeginn bereits um über 23 Prozent zulegen konnte. Die Verlängerung mit Virgin Media O2 festigt Nokias Position im britischen Markt und sorgt für planbare Umsätze. Um die ehrgeizigen Profitabilitätsziele für 2028 zu erreichen, muss das Unternehmen bei künftigen Ausschreibungen jedoch weiterhin erfolgreich gegen den massiven Konkurrenzdruck von Ericsson bestehen.

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