Vier Monate lang keine Fertigung — das ist die Realität, mit der Thyssenkrupp an seinem französischen Stahlstandort Isbergues umgehen muss. Die Tochter Thyssenkrupp Electrical Steel setzt die Produktion von kornorientiertem Elektroband zwischen Juni und September vollständig aus. Rund 600 Beschäftigte sind betroffen.

Asiaimporte zwingen zur Pause

Der Grund ist bekannt, aber nicht weniger schmerzhaft: Billigimporte aus Asien fluten den europäischen Markt zu Preisen, die laut Unternehmensangaben teils deutlich unter den EU-Produktionskosten liegen. Hinzu kommt eine schwächelnde Auftragslage für das spezialisierte Material, das vor allem in Transformatoren verbaut wird. Der temporäre Produktionsstopp ist der Versuch, die Kostenbasis zu stabilisieren — kein Zeichen struktureller Stärke.

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Die Aktie spiegelt diesen Druck wider. Gestern markierte das Papier ein neues Mehrmonatstief, heute erholt es sich leicht um rund 5 Prozent. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 13,24 Euro notiert die Aktie noch immer rund 43 Prozent tiefer.

Amundi stockt auf, Analysten bleiben gespalten

Bewegung gibt es auch im Aktionärskreis. Amundi hat seinen Stimmrechtsanteil auf 5,23 Prozent erhöht — ein kleiner Schritt, der die Position des französischen Fondsriesen als bedeutender institutioneller Investor festigt.

Analysten sind uneinig über die Perspektiven. Jefferies hält an einem Kursziel von 13,00 Euro mit Kaufempfehlung fest, JP Morgan sieht das Papier bei 10,10 Euro und bleibt bei „Hold". Ein möglicher Börsengang der Aufzugssparte TK Elevator wird laut Quelltext erneut als strategische Option geprüft — ein potenzieller Werthebel, dessen Umsetzung jedoch noch offen ist.

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