Der Ausbau der globalen KI-Infrastruktur verschlingt astronomische Summen. Nebius untermauert diesen Trend nun mit einem gigantischen Vorhaben in Finnland, das allein zehn Milliarden US-Dollar kosten soll. Während solche Summen bei Investoren oft für kalte Füße sorgen, reagiert die Börse heute mit deutlichen Kursgewinnen.

Technologischer Ausbau in Europa

Das geplante Rechenzentrum im finnischen Lappeenranta soll eine Kapazität von 310 Megawatt erreichen und ab 2027 erste Kunden bedienen. Für den Betreiber ist dies ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum ambitionierten Ziel, bis Ende 2026 vertraglich gesicherte drei Gigawatt bereitzustellen. Technologisch setzt die Anlage auf die neuesten Nvidia-Plattformen Blackwell und Rubin.

Um die enorme Hitzeentwicklung der Hochleistungschips zu bändigen, kommt ein geschlossenes Flüssigkeitskühlsystem zum Einsatz. Dieses Konzept bewährt sich bereits an einem anderen finnischen Standort des Unternehmens in Mäntsälä. Dort sparte die Rückgewinnung der Abwärme im vergangenen Jahr rund 4.000 Tonnen CO2-Emissionen ein und senkte die lokalen Heizkosten spürbar.

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Milliardenverträge stützen Expansion

Solche Infrastrukturprojekte erfordern ein massives finanzielles Fundament. Bis Ende 2026 rechnet das Management mit Investitionsausgaben zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Um diesen Kapitalbedarf zu decken, platzierte der Konzern kürzlich Wandelanleihen im Wert von 4,34 Milliarden US-Dollar.

Die Rückendeckung für diese aggressive Expansion liefern langfristige Kapazitätsvereinbarungen. Dazu zählen ein Fünfjahresvertrag mit Meta Platforms mit einem Volumen von bis zu 27 Milliarden US-Dollar sowie weitere milliardenschwere Abkommen mit Microsoft. Auch jenseits von Europa drückt das Unternehmen aufs Tempo und sicherte sich kürzlich die Genehmigung für eine 1,2-Gigawatt-Anlage im US-Bundesstaat Missouri.

Analysten sehen massives Potenzial

An der Börse sorgte der enorme Kapitalbedarf am Dienstag zunächst für Schwankungen. Letztlich setzten sich jedoch die Optimisten durch, was der Aktie ein Tagesplus von rund sieben Prozent auf etwa 98,50 US-Dollar bescherte. Rückenwind kam dabei von großen Investmentbanken, die den Infrastrukturanbieter als unverzichtbaren Partner für die Tech-Giganten einstufen:

  • Bank of America: Neueinstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 150 US-Dollar.
  • DA Davidson: Erhöhung des bisherigen Kursziels auf 200 US-Dollar.

Die aktuelle Marktkapitalisierung von gut 23,3 Milliarden US-Dollar steht damit einem gewaltigen potenziellen Auftragsbestand gegenüber. Analysten schätzen, dass sich die künftigen Einnahmen aus den bereits geschlossenen Verträgen bis zum Jahr 2029 auf rund 26 Milliarden US-Dollar summieren könnten.

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