Während die Rechenleistung für Künstliche Intelligenz in den letzten 20 Jahren massiv gestiegen ist, hinken die weltweiten Netzwerkkapazitäten deutlich hinterher. Genau in diese Lücke stößt nun der finnische Telekommunikationsausrüster. Mit einer neuen Generation von optischen Netzwerkchips und gezielten Zukäufen will das Unternehmen den drohenden Datenstau auflösen und sich als unverzichtbarer Partner für moderne Rechenzentren positionieren.

Neue Chips für riesige Datenmengen

Auf der Fachmesse OFC 2026 präsentierte das Management seine technische Antwort auf die rasant wachsenden KI-Workloads. Im Zentrum stehen vier neue digitale Signalprozessoren, die für unterschiedliche Netzwerkanwendungen konzipiert wurden. Das Spitzenmodell namens „Superior“ soll nicht nur Kapazitäten von 2,4 Terabit bewältigen, sondern auch die Gesamtbetriebskosten für Netzbetreiber um 60 Prozent senken.

Möglich wird dieses hohe Entwicklungstempo durch die jüngste Integration der Infinera-Sparte. Durch die nun hauseigene Chipfertigung konnte das Unternehmen die Entwicklungszeit für neue optische Komponenten von 48 auf nur noch 18 Monate verkürzen.

Software und Allianzen als zweites Standbein

Neben der reinen Hardware baut der Konzern parallel sein Software-Ökosystem aus. Eine neue Partnerschaft mit Stelia AI zielt darauf ab, leistungsstarke KI-Anwendungen für Unternehmensumgebungen in Branchen wie Finanzen oder Luftfahrt abzusichern.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nokia?

Flankiert wird dieser Schritt durch die Übernahme von Technologie-Assets des Anbieters Rapid. Der Zukauf eines großen API-Hubs mitsamt Entwicklerteam soll die hauseigene Plattform stärken. Ziel ist es, externe Entwickler besser einzubinden und so die bestehenden 5G- und 4G-Infrastrukturen effizienter zu monetarisieren.

Analysten bewerten die Strategie

Am Markt sorgen die strategischen Weichenstellungen für unterschiedliche Einschätzungen. Die Experten von Jefferies hoben das Kursziel deutlich auf 8,80 Euro an und verweisen auf ein stärker als erwartetes Wachstum im Markt für optische Netzwerke. Die Analysten der SEB stuften das Papier hingegen auf „Halten“ ab, erhöhten das Ziel aber dennoch auf 7,40 Euro. Sie argumentieren, dass die starken Aussichten nach der jüngsten Rallye bereits im Kurs eingepreist seien.

Tatsächlich blickt das Papier auf eine starke Entwicklung zurück. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 7,18 Euro verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 29 Prozent und notiert damit komfortabel über seiner 50-Tage-Linie von 6,35 Euro.

Mit dem beschleunigten Entwicklungszyklus und dem klaren Fokus auf KI-Infrastruktur hat sich das Unternehmen operativ neu aufgestellt. Die konkrete Umsetzung der API-Monetarisierung und die kommenden Auftragseingänge für die neuen Signalprozessoren bilden nun die messbaren Faktoren für die fundamentale Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr.

Nokia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nokia-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Nokia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nokia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nokia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...