Der japanische Leitindex durchbrach am Montag die Marke von 57.000 Punkten und kletterte auf ein neues Allzeithoch. Verantwortlich für die Rally: Der überwältigende Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi, der den Märkten die erhoffte politische Klarheit bringt.

Der Nikkei 225 schoss im frühen Handel um 5,5 Prozent auf 57.757 Punkte nach oben. Der TOPIX legte zeitgleich über 3 Prozent zu und markierte bei 3.820,76 Punkten ebenfalls einen neuen Höchststand. Die Erleichterung der Investoren ist deutlich spürbar.

Supermehrheit öffnet Takaichi Tür und Tor

Takaichis Liberal Democratic Party sicherte sich bei der Unterhauswahl am Wochenende 316 der 465 Sitze – das beste Ergebnis in der Geschichte der Partei. Zusammen mit dem Koalitionspartner Japan Innovation Party kontrolliert sie nun 352 Sitze. Diese Zweidrittelmehrheit ermöglicht es der Premierministerin, selbst das Oberhaus zu überstimmen und ihre Agenda praktisch ungehindert umzusetzen.

Die Märkte feiern vor allem Takaichas wirtschaftspolitische Pläne: Mehr staatliche Ausgaben für Konjunkturprogramme und Infrastruktur stehen auf der Agenda, dazu eine deutliche Senkung der Konsumsteuer. Besonders stark reagierten am Montag Technologie-, Industrie- und Einzelhandelstitel. Der Industriesektor profitiert zusätzlich von angekündigten Mehrausgaben für Verteidigung und Atominfrastruktur.

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Institutionelle Investoren kehren zurück

Analysten der Bank of America hatten bereits vor der Wahl prognostiziert, dass japanische Aktien nach Klärung der politischen Unsicherheit deutlich zulegen würden. Die Wahl hatte kurzfristig als Bremse gewirkt – viele Investoren hatten Kapitalzuflüsse trotz solider Fundamentaldaten aufgeschoben.

Jetzt normalisiert sich die Situation. Die strukturellen Treiber bleiben intakt: Fortgesetzte Corporate-Governance-Reformen, höhere Aktionärsrenditen und verbesserte Kapitaldisziplin haben die Qualität der Unternehmensgewinne in den vergangenen Monaten bereits gestützt. BofA erwartet, dass sowohl inländische institutionelle Anleger als auch ausländische Fonds ihre Positionen ausbauen werden – insbesondere bei Large-Cap-Exporteuren, Finanzwerten und Unternehmen, die von den Governance-Reformen profitieren.

Der Nikkei 225 hat seit Jahresbeginn bereits rund 5 Prozent zugelegt, nachdem er 2025 deutliche Gewinne verzeichnete. Der Markt wechselt laut BofA von momentum-getriebenen Gewinnen zu einer fundamentalbasierten Performance. Kurzfristige Katalysatoren wie Yen-Schwäche und starke ausländische Zuflüsse zu Jahresbeginn lassen zwar nach, doch das mittelfristige Bild bleibt positiv.

Der japanische Yen legte am Montag leicht zu, das Währungspaar USD/JPY fiel um 0,3 Prozent. Allerdings hatte die Währung in den vergangenen Wochen deutlich verloren. Investoren sorgen sich, wie Takaichi ihre fiskalischen Versprechen finanzieren will. Diese Zweifel hatten zuletzt japanische Staatsanleihen unter Druck gesetzt – mit Spillover-Effekten auf den Yen.

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